Darf man noch ins Solarium?

Eine UV-Schutzbrille ist für Solariumbesucher unerlässlich. (Foto: Andrey Popov / Fotolia)
Eine UV-Schutzbrille ist für Solariumbesucher unerlässlich. (Foto: Andrey Popov / Fotolia)

Am Thema Solarium scheiden sich die Geister.

dbp/fru) Am Thema Solarium scheiden sich die Geister. Ärzte und Krebsgesellschaften warnen eindringlich vor dem Gang ins Sonnenstudio. Die Solarienbesitzer und der Bundesfachverband Besonnung halten dagegen und werfen auch den Medien eine zu einseitige Berichterstattung vor. Wie sollte man sich nun also als Verbraucher entscheiden?

Aus medizinischer Sicht ist in puncto Gesundheitsrisiko auf jeden Fall im Hinblick auf das Thema Hautkrebs eins klar: Der UV-A-Anteil im Solarium ist laut dem Präventionsratgeber der Deutschen Krebshilfe „Ins rechte Licht gerückt“ zu hoch. Und es sei durch Studien auch bewiesen, dass unter UV-A-Strahlung nicht nur die Haut vorzeitig altere, sondern auch die menschliche Erbsubstanz (DNA) geschädigt werde, was somit das Hautkrebsrisiko erhöht.

Gesunde Bräune gibt es nicht

Seit 2012 ist die Bestrahlungsstärke von Solariengeräten zwar reguliert. Demnach dürfen laut der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention neue Geräte in Sonnenstudios nur noch verwendet werden, wenn sie eine maximale Bestrahlungsstärke von 0,3 W/m² nicht überschreiten. Dennoch ist gerade die erwünschte Bräunung der Haut schon ein Alarmsignal. Bräunung ist nämlich eine begrenzte Schutzfunktion in der Haut, die immer dann aktiviert wird, wenn sie mit einem Zuviel an Sonnenstrahlung konfrontiert wird. Eine „gesunde Bräune“ gibt es also nicht.

Für Menschen, die jedoch trotz der medizinischen Warnungen, ins Solarium gehen möchten, um ihren Teint aufzufrischen oder sich bei kalten Tagen in der wohligen Wärme zu entspannen, gibt es klare Regeln. Diese fördert im Hinblick auf eine gute Beratung auch der Bundesfachverband Besonnung mit seinem Güte-Siegel „Sonnen OK“. Hier sollte zunächst für jeden neuen Besucher eine Hauttyp-Bestimmung erfolgen und über Ausschlusskriterien (z. B. Alter unter 18) informiert werden. Anschließend sollte ein individueller Besonnungsplan erstellt werden, um einen weiteren Anstieg des Hautkrebsrisikos zu minimieren.