COPD: Singen fördert die Atemtechnik

Singen trainiert die Atemmuskulatur. (Foto: Burkard Vogt / Pixelio)
Singen trainiert die Atemmuskulatur. (Foto: Burkard Vogt / Pixelio)

(dbp/spo) Patienten, die unter einer chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (kurz: COPD) leiden, können vom Chorsingen gesundheitlich profitieren.

Das teilt der Bundesverband der Pneumologen (BdP) mit und beruft sich auf eine englische Studie.

Demnach fördert das Chorsingen zum einen die Atemtechnik und zum anderen die sozialen Kontakte – auch Letzteres ist für COPD-Patienten wichtig. „COPD ist eine chronische, fortschreitende Erkrankung, die mit zunehmender Atemnot und körperlicher Leistungsschwäche verbunden ist. Insofern schränkt sie die Betroffenen auch in sozialer Hinsicht erheblich ein – manche laufen Gefahr, zu vereinsamen“, sagt der BdP-Vorstandsvorsitzende Dr. Andreas Hellmann.

Training durch tiefe Atemzüge

In der englischen Studie nahm eine Gruppe COPD-Patienten zweimal wöchentlich an Gesangsstunden im Chor teil, eine andere Gruppe an Filmabenden mit anschließender Diskussion. Zwar fanden sich keine nachweislichen Unterschiede in der Lungenfunktion, allerdings gaben die Chor-Teilnehmer später an, durch den Gesang gelernt zu haben, wie sie ihren Atem besser nutzen und mehr Kontrolle darüber erlangen.

Tatsächlich ist es beim Singen wichtig, tiefe Atemzüge zu nehmen, was die Atemmuskulatur trainiert. Gesunde Menschen atmen im Alltag ansonsten unbewusst eher oberflächlich.