Cluster-Kopfschmerz tritt im Herbst häufiger auf

Als unerträglich beschreiben Patienten mit Cluster-Kopfschmerzen die Attacken. (Foto: Mapoliphoto / Fotolia)
Als unerträglich beschreiben Patienten mit Cluster-Kopfschmerzen die Attacken. (Foto: Mapoliphoto / Fotolia)

(dbp/auh) Bei Cluster-Kopfschmerzen helfen weder Schmerzmittel noch Entspannungsübungen oder Akupunktur.

Er ist nicht vergleichbar mit anderen Kopfschmerz-Formen. Der Schmerz, der stets einseitig im Bereich von Schläfe und Auge auftritt, ist derart unerträglich, dass viele Patienten während einer Attacke in einen Ausnahmezustand geraten. Charakteristisch für diesen Kopfschmerz ist ein periodisch gehäuftes Auftreten in sogenannten Clustern.

Nach Angaben von Dr. Frank Bergmann vom Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BDN) kann es im Herbst vermehrt zu den Schmerzanfällen kommen, die oft mehrmals täglich auch aus dem Schlaf heraus auftreten. „Weitere Begleiterscheinungen, die dann nur auf der schmerzenden Kopfseite auftreten, sind eine gerötete Bindehaut, vermehrter Tränenfluss, eine laufende oder verstopfte Nase sowie Schwitzen im Bereich des Gesichtes. Auch Übelkeit, Licht- und Geräuschempfindlichkeit kommen häufiger vor“, erklärt Dr. Bergmann auf www.neurologen-im-netz.org.

„Bei akuten Cluster-Kopfschmerzen kann die Inhalation von Sauerstoff Abhilfe schaffen. Die notwendigen Geräte lassen sich über die Krankenkasse beziehen. Darüber hinaus kann der verschreibungspflichtige Wirkstoff Sumatripan sehr wirksam Linderung verschaffen.“ Auch eine Vorbeugung von Cluster-Kopfschmerzen ist laut BDN mit Medikamenten möglich.

Häufige Auslöser für Beschwerden seien bestimmte Lebensmittel oder dessen Zusätze wie Natriumglutamat, Kalium- oder Natriumnitrit, Käse, Tomaten, Zitrusfrüchte oder Alkohol. Auch Hitze, Flackerlicht und Gerüche können die Beschwerden ebenso auslösen wie starke Emotionen.

In Deutschland leiden etwa 70.000 Menschen unter Cluster-Kopfschmerzen. Männer sind dabei etwas häufiger betroffen als Frauen. Der Kopfschmerz beginnt meist mit 28 bis 30 Jahren, kann aber grundsätzlich in jedem Lebensalter auftreten.