Blutverdünner nicht bedenkenlos einnehmen

Viele Medikamente - viele mögliche Wechselwirkungen. (Foto: Bilderbox)
Viele Medikamente - viele mögliche Wechselwirkungen. (Foto: Bilderbox)

(dbp/auh) Wer dauerhaft Medikamente einnimmt, sollte sich stets der möglichen Wechselwirkungen bewusst sein.

Darauf weist Dr. Lisa Goltz vom Arzneimittelberatungsdienst der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) hin. Beispiel Blutverdünner: Rund 19 Millionen Rezepte werden jedes Jahr in Deutschland für diese Mittel ausgestellt.

Dass die gleichzeitige Einnahme von bestimmten anderen Medikamenten, Nahrungsergänzungsmitteln und sogar von Lebensmitteln gefährlich sein kann, darüber sind sich viele Patienten gar nicht im Klaren. Der Klassiker unter den Blutverdünnern ist der Wirkstoff Acetylsalicylsäure (ASS). Er sollte laut UPD nicht gleichzeitig mit dem Schmerzmittel Ibuprofen eingenommen werden, weil sonst die Blut verdünnende Wirkung abnimmt.

Andere Mittel hemmen die Vitamin-K-Aufnahme und verhindern dadurch die Bildung von Blutgerinnseln. Ihre Wirkung wird von Johanniskrautpräparaten und auch von bestimmten Gemüsesorten herabgesetzt, die viel Vitamin K enthalten, zum Beispiel Blattsalat, Spinat, Brokkoli und einige Kohlsorten. Die Erfahrung der Patientenberatung zeigt: Das Risikobewusstsein ist gerade bei Konsumenten von ASS und Vitamin-K-Hemmern nicht sehr groß. Die Beraterin empfiehlt, die eingenommenen Mittel regelmäßig von Ärzten, Apothekern oder dem UPD auf Wechselwirkungen prüfen zu lassen. Der Arzneimittelberatungsdienst ist erreichbar unter der kostenfreien Telefonnummer 08000 – 11 77 25. Weitere Informationen unter www.upd-online.de.