Blendwerk für die Zähne

Einfach perfekte Zähne oder Veneers? In jedem Fall ein Blickfang. (Foto: Piotr Marcinski / Fotolia)
Einfach perfekte Zähne oder Veneers? In jedem Fall ein Blickfang. (Foto: Piotr Marcinski / Fotolia)

Veneers verleihen Zähnen mit Schönheitsfehlern wieder ein strahlendes Aussehen.

(dbp/nas) Hauchdünne Schalen aus Keramik, die individuell angefertigt und den Zähnen als „Blende“ übergestülpt werden: Das sind Veneers. Der Begriff kommt aus dem Englischen und bedeutet Furnier oder Fassade. Verblendschale ist der korrekte Ausdruck in der Zahnmedizin. Veneers können immer dann zum Einsatz kommen, wenn Zähne kleinere Schäden oder auch größere Schönheitsfehler aufweisen: Verfärbungen, unterschiedliche Größen, eine Lücke zum Nachbarzahn, Aussplitterungen oder Schiefstellungen zum Beispiel.

„Veneers sind ein schonender und gewissermaßen minimal-invasiver Zahnschmelzersatz, wenn die Zähne durch einen Unfall, die Zahnbürste oder das Alter beschädigt, abgenutzt oder unansehnlich geworden sind“, sagt Dr. Stephanus Steuer von der Deutschen Gesellschaft für Ästhetische Zahnheilkunde.

Ideal für den Bereich der Frontzähne

Egal ob das Zahnfleisch zurück- oder Zahnsubstanz verloren gegangen, der Zahn durch einen Unfall abgebrochen oder bereits abgestorben ist – Veneers bieten in allen diesen Fällen die Möglichkeit, wieder für ein strahlendes Lächeln zu sorgen. Allerdings: Wenn kein Zahnschmelz mehr vorhanden ist, bei starker Karies oder wenn eine alte Krone oder Brücke ersetzt werden muss, kommen Veneers nicht in Frage. Vorsicht ist auch geboten bei Menschen, die mit den Zähnen knirschen.

Bei besonders auffälligen Verfärbungen ist zu beachten, dass der Zahn unter einem Veneer durchschimmert. Eventuell ist dann vor dem Einsetzen ein Bleaching (Bleichen) erforderlich, erklärt Dr. Steuer. Die Lichtdurchlässigkeit sorgt allerdings andererseits auch dafür, dass ein Veneer ganz natürlich aussieht. Es lässt sich in Form und Farbe außerdem optimal auf das Gebiss jedes Patienten abstimmen.

Meist werden Veneers im Bereich der Frontzähne eingesetzt, aber grundsätzlich lassen sie sich auf jedem Zahn aufbringen. Der Übergang zur Krone ist dabei fließend. Der Zahn wird leicht beschliffen beziehungsweise mit einer Säure bearbeitet, um ihn aufzurauen und dann wird das Veneer aufgeklebt – dabei geht deutlich weniger Zahnsubstanz verloren, als beim Einsetzen einer Krone. Und der Eingriff ist meist ohne eine Betäubung möglich. Veneers bestehen aus Keramik und werden von einem Zahntechniker individuell gefertigt – entweder gepresst oder geschichtet. Nur rund 0,5 Millimeter dünn ist eine Verblendschale im Durchschnitt. Und trotzdem stabil genug, um bei guter Pflege viele Jahre zu überstehen.

Veneers unterstützen Ästhetik und Funktion

Veneers sehen aber nicht nur gut aus, betont Dr. Steuer. Ästhetik und Funktion gehören auch hier wie so oft zusammen: „Man tut damit auch etwas für die Gesunderhaltung des ganzen Zahnapparates“, so der Experte. Sowohl das Kausystem wie auch das Zahnfleisch können von Veneers profitieren. Zudem ist die Oberfläche der Verblendschalen hochglasiert – und damit weniger anfällig für Zahnstein und Beläge als der natürliche Zahn. Das Ganze hat allerdings seinen Preis – den der Patient meist aus eigener Tasche zahlen muss. Bis zu 1.500 Euro kostet ein Veneer in der mittleren Preisklasse.

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