Bewusste Bauchatmung lindert Panikattacken

Bei Angstattacken ist eine bewusste, möglichst tiefe und langsame Bauchatmung hilfreich. (Foto: Bilderbox)
Bei Angstattacken ist eine bewusste, möglichst tiefe und langsame Bauchatmung hilfreich. (Foto: Bilderbox)

(dbp/spo) Wen urplötzlich eine Panikattacke überkommt, der kann mit einer bewussten, tiefen und langsamen Bauchatmung die Symptome lindern.

Das teilt der Berufsverband Deutscher Psychiater (BVDP) mit.

Darüber hinaus sollten sich die Betroffenen immer wieder selbst sagen, dass der Panikzustand nicht lange anhält. Meist ist die Attacke nämlich nach zehn bis 30 Minuten überstanden. Hilfreich ist laut BVDP auch der Versuch, seine Muskulatur bewusst zu entspannen. Das erfordert jedoch etwas Übung.

Panikattacken tauchen oft in Situationen auf, in denen man sich in der Bewegungsfreiheit eingeschränkt fühlt – zum Beispiel im Fahrstuhl oder in öffentlichen Verkehrsmitteln. Typische Symptome sind Atemnot und Beklemmung, Schweißausbrüche und ein Ohnmachtsgefühl, das bei manchen bis zur Todesangst führen kann. Andere wiederum spüren kaum körperliche Symptome, sondern haben ausgeprägte Angstgedanken oder das Gefühl, irgendwie neben sich zu stehen.

Die Angst nicht verdrängen

Wer unter Panikattacken leidet, sollte seine Angst auf keinen Fall einfach nur verdrängen und die auslösenden Situationen meiden, schreibt der BVDP auf www.psychiater-im-netz.org. Das helfe nicht, sondern schränke nur die persönliche Lebensqualität ein. Vielmehr sollten sich Betroffene bewusst mit ihrer Angst auseinandersetzen. Panikattacken könnten mit einer Psychotherapie und den richtigen Medikamenten gut behandelt werden.