Bei Kinderwunsch an die Keuchhustenimpfung denken

Eine Keuchhusteninfektion kann für Säuglinge lebensgefährlich sein. (Foto: Travis Manley / Fotolia)
Eine Keuchhusteninfektion kann für Säuglinge lebensgefährlich sein. (Foto: Travis Manley / Fotolia)

(dbp/spo) Nur jeder 20. Erwachsene ist in Deutschland gegen Keuchhusten (Pertussis) immun – das schätzt das Robert-Koch-Institut.

Weil die Krankheit besonders für Säuglinge gefährlich werden kann, sollten Paare mit Kinderwunsch sich besser impfen lassen.

Und zwar am besten schon vor der Schwangerschaft, rät der Berufsverband der Frauenärzte, denn eine Keuchhusteninfektion mit Babybauch kann sehr belastend sein. Die größte Gefahr besteht allerdings für noch nicht geimpfte Neugeborene. „In den ersten Lebensmonaten kann Keuchhusten hoch gefährlich werden, weil es bei Säuglingen statt des anhaltenden Hustens zu einem Atemstillstand kommen kann“, sagt Dr. Christian Albring, Präsident des Frauenärzteverbands.

Keuchhusten wird oft erst spät erkannt

Um die Neugeborenen zu schützen, sollten sich auch alle Verwandten und Bekannten, die mit ihnen in Kontakt kommen, gegen Keuchhusten impfen lassen. Das Problem: Oft hilft es nicht, wenn Erkrankte sich von Babys fernhalten. Der Keuchhusten hat eine Inkubationszeit von bis zu drei Wochen, kann also auch schon weitergegeben werden, wenn noch gar keine Symptome auftreten. Außerdem wird er zu Beginn oft mit einer starken Erkältung verwechselt – auch von Ärzten. Auffrischimpfungen gegen Pertussis werden empfohlen, wenn die letzte Impfung länger als zehn Jahre zurückliegt oder gar kein Impfschutz besteht.