Bei Dauer-Kopfschmerz besser zum Arzt gehen

Wer ständig Schmerzmittel nimmt, riskiert  Dauerkopfschmerzen. (Foto: Bilderbox)
Wer ständig Schmerzmittel nimmt, riskiert Dauerkopfschmerzen. (Foto: Bilderbox)

(dbp/spo) Paracetamol, Ibuprofen, Acetylsalicylsäure: Gegen Spannungskopfschmerzen gibt es viele gute und frei verkäufliche Medikamente.

Wer nur ab und zu darunter leidet, kann ruhig dazu greifen. Treten die Schmerzen allerdings sehr häufig auf, sollte man lieber einen Facharzt aufsuchen und sich professionell behandeln lassen.

Das empfiehlt der Vorsitzende des Berufsverbands Deutscher Nervenärzte (BVDN), Dr. Frank Bergmann. Frei verkäufliche Schmerzmittel sollten nicht öfter als zehn Mal im Monat geschluckt werden, sagt er. „Werden sie über einen längeren Zeitraum eingenommen, können sie die Kopfschmerzen verschlimmern oder chronisch werden lassen.“

Als chronisch bezeichnet man Kopfschmerzen, die öfter als 15 Tage im Monat und mindestens drei Monate hintereinander auftreten. Sie sind deutlich schwerer zu behandeln. Die Patienten benötigen dann spezielle Medikamente, zum Beispiel solche, die den Serotonin-Stoffwechsel im Gehirn beeinflussen und so die Schmerzempfindlichkeit senken.

Auch Entspannung kann den Schmerz lindern

Der dumpfe, drückende oder ziehende Spannungskopfschmerz wird häufig durch Nackenverspannungen, Stress oder den Aufenthalt in schlecht belüfteten Räumen verstärkt. Neben dem Vermeiden der Ursachen gibt es auch nicht-medikamentöse Behandlungsmethoden: zum Beispiel Entspannungsverfahren, Biofeedback, Akupunktur oder eine kognitive Verhaltenstherapie um mit Stress besser umgehen zu lernen.