Bauchfett beeinflusst Lungenfunktion

Männer mit einem Bauchumfang über 118 Zentimeter gehören zur Risikogruppe für COPD. (Foto: Bilderbox)
Männer mit einem Bauchumfang über 118 Zentimeter gehören zur Risikogruppe für COPD. (Foto: Bilderbox)

(dbp/cwr) Wer zu viel Fett im Bauchraum mit sich trägt, hat ein um 72 Prozent höheres Risiko, später einmal an der chronisch-abstruktiven Lungenerkrankung (COPD) zu leiden.

Das haben die Lungenärzte des Verbandes Pneumologischer Kliniken (VPK) jetzt bekannt gegeben. Ihre Schlussfolgerung: Die Menschen sollen mehr mehr Sport treiben.

Die Ärzte berufen sich auf eine Studie von Wissenschaftlern der Uni Regensburg. Diese hatten die Daten von 113.279 US-Bürgern zwischen 50 und 70 Jahren auf einen möglichen Zusammenhang zwischen COPD, Hüft- und Taillenumfang sowie Sport untersucht und das in einem Zeitraum von zehn Jahren. 3.648 von ihnen haben COPD bekommen – alle entweder stark übergewichtig oder untergewichtig. Die Risikozahl von 72 Prozent betreffe Frauen mit einem Taillenumfang über 110 Zentimeter und Männer mit einem Umfang über 118 Zentimeter – wer dagegen nur an der Hüfte zu mollig ist, sei nicht betroffen.

Als Grund vermuten die Wissenschaftler, dass im Bauchfettgewebe Entzündungsstoffe produziert werden, die COPD auslösen. Auch Untergewicht sei ungünstig, da fehlende Muskelmasse anfälliger für COPD mache.

Die Lösung für beide Risikogruppen? Mehr Sport, sagen die Ärzte. Menschen, die sich mindestens fünf Mal in der Woche körperlich betätigen, hätten ein um 29 Prozent geringeres COPD-Risiko. Die Mediziner empfehlen, entweder fünf Mal jeweils 30 bis 60 Minuten leicht oder drei Mal wöchentlich 20 bis 60 Minuten intensiv zu sporteln.