Babys zu schütteln kann schlimme Folgen haben

Schreibabys können Eltern in Versuchung bringen, sie zu schütteln. Das sollte sie aber niemals tun. (Foto: Mitarart / Fotolia)
Schreibabys können Eltern in Versuchung bringen, sie zu schütteln. Das sollte sie aber niemals tun. (Foto: Mitarart / Fotolia)

(dbp/spo) Im ersten halben Jahr ihres Lebens reagieren Babys besonders empfindlich, wenn sie geschüttelt werden.

Das Risiko, dass sie ein Schütteltrauma erleiden, ist dann am größten.

Darauf weist der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) auf www.kinderaerzte-im-netz.de hin. Die Nackenmuskulatur der Säuglinge sei noch sehr schwach und kann den vergleichsweise großen Kopf nicht halten. Wird das Baby in diesem Alter geschüttelt, fällt der Kopf hin und her. Das kann zum Beispiel dazu führen, dass die Blutgefäße zwischen harter und weicher Hirnhaut zerreißen. Blutergüsse, Schwellungen im Gehirn oder auch beschädigte Nervenzellen können die Folge sein. Und damit körperliche und geistige Behinderungen, Sehprobleme sowie eine verzögerte motorische Entwicklung. Auch die Wirbelsäule kann Schaden nehmen.

Auch Schreibabys niemals schütteln

Jahr für Jahr erleiden in Deutschland laut BVKJ geschätzte 200 Babys ein Schütteltrauma, 30 Prozent sterben daran. Etwa 70 Prozent der Überlebenden leiden ihr Leben lang unter den Folgen.

Besonders häufig werden Babys geschüttelt, wenn sie viel schreien und die Eltern mit der Situation überfordert sind. Der BVKJ rät Betroffenen in einem solchen Moment, das Baby auf dem Rücken in sein Bettchen zu legen, aus dem Zimmer zu gehen und die Tür zu schließen. Wer sich abreagieren muss, sollte das lieber an einem Sofakissen tun und niemals an seinem Kind.