Babys vor Virus-Infektion schützen

Babys sollten - so gut es geht - vor Erkältungsviren geschützt werden. (Foto: Bilderbox)
Babys sollten - so gut es geht - vor Erkältungsviren geschützt werden. (Foto: Bilderbox)

(dbp/auh) In der „dunklen Jahreszeit“ zwischen Herbst und Frühjahr haben viele Viren Hochsaison, die die Atemwege befallen.

Dazu zählen neben den bekannten Rhino- und Influenza-Viren auch die sogenannten RS-Viren (Respiratorische Synzytial-Viren). Darauf macht der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) aufmerksam.

Nach seinen Angaben haben Säuglinge zwischen vier und fünf Monaten ein hohes Risiko für Komplikationen (zum Beispiel Lungenentzündung), wenn sie sich mit RS-Viren infizieren. Dr. Ulrich Fegeler, Pressesprecher des BVKJ, gibt auf www.kinderaerzte-im-netz.de Tipps für Eltern, wie sie ihre Babys schützen können. Denn es gibt weder eine Impfung noch eine ursächliche Therapie.

„Eltern schützen ihr Baby am besten, wenn sie es von Personen mit einer Erkältung, Fieber oder Ähnlichem fern halten. Bevor jemand das Baby auf den Arm nimmt, sollte er sich die Hände waschen. Und – sofern möglich – sollten Säuglinge nicht Menschenansammlungen ausgesetzt werden.“

Passive Immunisierung für Risikopatienten

Babys, die ein besonders hohes Risiko für Komplikationen haben, empfiehlt der BVKJ eine „passive Immunisierung“ in allen Herbst- und Wintermonaten. Risikopatienten sind Babys, die vor der 34. Schwangerschaftswoche auf die Welt kamen, Neugeborene, die beatmet werden mussten, angeborene Herzfehler haben oder Störungen der Lungenfunktion aufweisen. Bei der passiven Immunisierung werden Antikörper gespritzt. Im Unterschied zur Impfung schützt die Behandlung sofort, hält aber nur etwa drei Monate an.

Eine Infektion mit RS-Viren kann sich wie eine gewöhnliche Erkältung äußern. Die Nase des Babys rinnt, es hustet und hat etwas Fieber. „Sobald die Symptome aber schwerer werden und das Kind schneller zu atmen beginnt, keucht oder komische Geräusche beim Atmen erzeugt, die Nasenflügel sich aufblähen, sollten Eltern umgehend ihren Kinder- und Jugendarzt kontaktieren“, rät Dr. Fegeler.