Augentropfen richtig anwenden

Augentropfen sind nicht einfach in der Anwendung. (Foto: Bilderbox)
Augentropfen sind nicht einfach in der Anwendung. (Foto: Bilderbox)

(dbp/cwr) Bei der Verwendung von Augentropfen müssen einige Regeln beachtet werden, damit das Medikament richtig wirken kann.

Darauf weist die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände hin. Zu oft würden Tropfen nicht richtig gehandhabt.

Wichtig sei es in erster Linie, auf die richtige Dosierung zu achten. Wird zu viel getropft, tritt genau das Gegenteil des gewünschten Effektes ein: Die Wirkung werde vermindert, weil die überschüssige Flüssigkeit durch die Tränenkanäle zu schnell abfließt. Große Bedeutung komme dabei der Art und Weise zu, wie das Fläschchen an das Lid gehalten wird: Das Geheimnis des Erfolges liege im immer gleichen Winkel. Wer unsicher ist, findet Hilfe in der Apotheke. „Der Apotheker kennt Applikationshilfen, die das korrekte Eintropfen erleichtern“, weiß Gabriele Overwiening aus dem Vorstand der Bundesapothekerkammer.

Wer die Wirkung des Medikamentes steigern möchte, schließt das Lid nach der Gabe für mindestens eine Minute und bewegt das Auge hin und her. Vom Autofahren oder dem Bedienen von Maschinen direkt nach dem Tropfen rät die Bundesvereinigung ab, weil das Medikament immer für ein paar Minuten die Sehleistung beeinträchtige.

Besonders auf das Haltbarkeitsdatum der Tropfen sollte man achten. Die meisten Augentropfen seien nach Anbruch nur vier Wochen haltbar, nur einige wenige länger – hier gibt der Beipackzettel Aufschluss. In jedem Fall sei es ratsam, das Anbruchdatum auf die Packung zu schreiben. Jedes Fläschchen sollte aus Gründen der Hygiene nur von einer Person benutzt werden.