Auf zum Venen-Check!

Die Venenmessung mittels Ultraschall ist schmerzfrei und risikolos. (Foto: Deutsche Venen-Liga)
Die Venenmessung mittels Ultraschall ist schmerzfrei und risikolos. (Foto: Deutsche Venen-Liga)

Rund um den 20. April gibt es vielerorts die Möglichkeit zur kostenlosen Venenmessung.

(dbp/auh) Der Deutsche Venentag wird seit 2003 jedes Jahr im April von der Deutschen Venen-Liga veranstaltet. Mit bundesweiten Informationsveranstaltungen will der Verein auf das Thema Venenerkrankungen, Möglichkeiten der Prävention, der Diagnose und der Therapie aufmerksam machen.

Wo finden die Veranstaltungen statt?

In Kliniken, Arztpraxen, Apotheken, Sanitätshäusern und ähnlichen Einrichtungen in ganz Deutschland finden Interessierte Informationen rund um das Thema Venengesundheit. Wo genau, das erfährt man zuverlässig durch einen Blick in die örtliche Tages- oder Wochenzeitung, möglichst vor dem 20. April, denn das ist das offizielle Datum für den Venentag in diesem Jahr. Alle teilnehmenden Veranstalter, die ihre Aktion der Deutschen Venen-Liga gemeldet haben, sind auf einer Liste zu finden, die im Internet unter www.venenliga.de/venentage/deutscher-venentag-2013 zur Verfügung steht.

Was wird geboten?

Das Angebot variiert je nach Veranstalter. Die Palette reicht von kostenlosen Venenmessungen über Anleitungen zu Venengymnastik und Kneippschen Beingüssen bis hin zu Vorträgen über neue Behandlungsmethoden.

Die Venenmessungen werden entweder per Ultraschall oder mit einem LRR-Gerät vorgenommen. Beide Untersuchungsmethoden sind völlig schmerzfrei und risikolos. Da viele Menschen mit Venenleiden gar nichts von ihrer Erkrankung wissen, ist es für jeden sinnvoll, die Funktionstüchtigkeit seiner Gefäße überprüfen zu lassen.

Was passiert bei der Venenmessung?

Bei der Diagnose mittels Ultraschall (Doppler- oder Duplexsonografie) wird der Blutfluss innerhalb der Venen hörbar und durch Aufzeichnen einer Kurve auch sichtbar gemacht. Die Ultraschallsonde wird außen am Bein entlang geführt und bringt dabei Schallwellen durch die Haut hindurch. Diese Wellen werden vom Blutstrom reflektiert. Durch die Messung der Frequenzen können Störungen des Blutflusses ermittelt werden.

Bei der Lichtreflexionsrheographie (LRR), die im Sitzen durchgeführt wird, bestimmt ein Infrarotlicht-Sensor die Entleerung und Wiederauffüllung der Venen bei Bewegung. Diese Drainageleistung ist ein Maß für die Funktion der Muskelpumpe und der Venenklappen. Zuerst werden Messelektroden um die Fußgelenke gelegt. Dann aktiviert der Proband seine Venenklappen, indem er nach Anweisung mit den Füßen wippt. Die Untersuchungsergebnisse werden ebenfalls in einem Kurvenverlauf dargestellt. Abweichungen von der Normalkurve ergeben Hinweise auf den Krankheitszustand des oberflächlichen und des tiefen Venensystems.

Was ist das Ziel des Venentages?

Die Venen-Liga betrachtet den Venentag als den jährlichen Höhepunkt ihrer Aufklärungsarbeit. Petra Hager-Häusler, Geschäftsführerin des Vereins, formuliert es so: „Unser Ziel ist es, die Bevölkerung über die Volkskrankheit Venenleiden aufzuklären. Wir empfehlen Betroffenen, sich bei ersten Anzeichen wie beispielsweise sichtbaren Krampfadern, schweren Beinen oder geschwollenen Knöcheln frühzeitig an einen Venenspezialisten (Phlebologen) zu wenden.“