Auch Hände brauchen ihren „Schönheitsschlaf“

Intensive Haut- und Nagelpflege lässt Hände länger jung aussehen. (Foto: yuriyzhuravov / Fotolia)
Intensive Haut- und Nagelpflege lässt Hände länger jung aussehen. (Foto: yuriyzhuravov / Fotolia)

Mit gezielter Pflege können strapazierte Hände gut aussehen

(dbp/mhk) Regelmäßiges Händewaschen ist der beste Infektionsschutz. Doch mit jedem Waschen wird der Haut körpereigene Feuchtigkeit und schützendes Fett entzogen. Darüber hinaus sind Hände meist ungeschützt Kälte, Wärme, trockener Luft, Sonne oder Schmutz ausgesetzt. Aus diesen Gründen benötigen sie gezielte und regelmäßige Pflege, ansonsten kann die Haut extrem trocken und rau werden, es können Risse und schlimmstenfalls ein Ekzem entstehen.

Hände sind besonders empfindlich. „Die Haut der Hände besitzt nur wenige Talgdrüsen, kein Fettgewebe in der Unterhaut und mit dem Alter wird sie zunehmend dünner“, sagt Monika Ferdinand, Vorsitzende des Bundesverbandes Deutscher Kosmetikerinnen (BDK).

Falten und Altersflecken seien ab etwa 40 Jahren ganz normal, aber „gute Pflege kann das Hautbild verbessern und lässt sie gleich viel jünger erscheinen“, so die Kosmetikerin. „Noch relative neue Pigmentflecken können mit speziellen Bleichungscremes gemildert werden“, sagt Ferdinand.

Nicht zu heiß waschen

Für die Reinigung rät die Expertin zu milden Seifen, pH-neutralen Reinigungsgels oder Schaum. Handwasch-Öle können starken Schmutz sanft entfernen. Das Wasser sollte nicht zu heiß sein. Nach jedem Waschen und gründlichem Abtrocknen – auch zwischen den Fingern – sollten Haut, Fingernägel und Nagelhaut gut eingecremt werden.

Dafür eigen sich am besten harnstoffhaltige Produkte. Sie schenken den oberen Hautschichten mehr Feuchtigkeit und machen sie geschmeidig. Inhaltsstoffe wie Panthenol, Thermalwasser oder Allantoin beruhigen strapazierte Haut. Bei Sommersonne oder auch im Winter in den Bergen empfiehlt die Expertin eine Handcreme mit UV-A und UV-B-Filter.

Intensivpflege über Nacht

Ferdinand ergänzt: „Einmal die Woche sollten Sie gestressten Händen etwas Besonderes gönnen: Dick eincremen mit Mandel- oder Weizenkeimöl, mit der Nachtcreme fürs Gesicht oder einer Handcrememaske aus dem Fachhandel, dann dünne Baumwollhandschuhe darüber ziehen und über Nacht einwirken lassen.“ Handschuhe aus Latex, Kunststoff oder Kautschuk schützen die Hände bei groben Arbeiten im Haushalt oder im Garten. Sie sollten aber nicht über längere Zeit getragen werden.

Für das Kürzen der Fingernägel gilt: feilen (mit einer schonenden Glasfeile) ist besser als schneiden. Niemals schneiden sollte man die Nagelhäute, denn sie dienen als Bakterienhemmer. Störende Nagelhäute könne man mit Nagelhautentferner aufweichen und vorsichtig mit dem Daumen zurückschieben. Gegen brüchige Nägel gibt es spezielle Nagelhärter.

Wichtig: Bei starken Rötungen, aufplatzenden Fingerkuppen, extremer Trockenheit, Rissen oder anderen unerklärlichen Hautveränderungen sollte immer der erste Gang zum Dermatologen führen.