Atmungsaktiv und schweißaufsaugend

Daunenbettdecken sorgen für ein trockenes und körpergerechtes Schlafklima. (Foto: Fotolia / Monster)
Daunenbettdecken sorgen für ein trockenes und körpergerechtes Schlafklima. (Foto: Fotolia / Monster)

Welche Rolle spielen Textilien in unserem Schlafzimmer?

(dbp/fru) Unser Schlaf kann durch sehr viele Faktoren gestört werden. Der Begriff „Schlafhygiene“ beschreibt den Zustand der Schlafumgebung und die Schlafgewohnheiten eines Menschen. Wenn man bedenkt, dass Millionen Menschen in Deutschland unter Schlafstörungen leiden, ist das ein Thema, dass jeder genauer unter die Lupe nehmen sollte. Zur Schlafhygiene zählen z. B. regelmäßige Zeiten für die Nachtruhe, das heißt: wenn möglich, jeden Tag um dieselbe Zeit zu Bett gehen und um dieselbe Zeit aufstehen. Das optimale Schlafzimmer sollte ein ruhiger Raum sowie frisch durchlüftet und gut abdunkelbar sein. Die Temperatur sollte zwischen 16 und 18 Grad liegen. Lichter, koffeinhaltige Getränke, Nikotin und Alkohol können unseren Schlaf stören, erklärt die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin.

Die richtigen Farben im Schlafzimmer

Die Schlafumgebung sollte so gestaltet sein, dass man sich aufs Bett freut. Um einen optimalen Schlafkomfort zu erreichen, spielen auch persönliche Vorlieben bei Farben und Materialien eine Rolle. Bei der Farbe der Textilien sollte man auf ruhige Farben und Muster setzen. Puderfarben wie z. B. Rosé, Abricot, Mint oder Creme haben eine erwiesenermaßen positive Auswirkung auf das Schlafklima. Die Farbe Weiß strahlt ebenfalls Ruhe aus und Grau- sowie Beige-Töne sorgen für Gemütlichkeit.

Neben den Farben spielt natürlich auch die Funktionalität von Textilien eine große Rolle. Auf dem Portal www.schlaf.de werden Tipps gegeben, worauf man bei der Wahl von Matratzen, Bezügen, Bettdecken und Kissen achten muss. Unter anderem sollten sie atmungsaktiv und schweißaufsaugend sein. Die passende Decke ist da z. B. gar nicht so einfach zu finden. Denn man muss Faktoren wie Körpergröße, Körperumfang und das persönliche Temperaturempfinden berücksichtigen, aber auch, ob man alleine schläft oder zu zweit und ob man nachts stark schwitzt. Dabei spielt neben der Deckenform (Ballondecke, Karostepdecke, Kassettendaunendecke, etc.) auch das Füllmaterial eine wesentliche Rolle.

Das Daunen-Einmaleins

Daunenbettdecken sind luftdurchlässig, können Feuchtigkeit aufnehmen und nach außen abgeben. Sie sorgen für ein trockenes und körpergerechtes Schlafklima. Aber: Daunen sind nicht gleich Daunen. Für die Qualität ist die Größe des Daunenkerns entscheidend. „Nur die Original Daunen (1. Klasse) sind von der Gans oder Ente. Fehlt das Wort Original oder 1. Klasse, dann handelt es sich um Alt- oder Gebrauchtdaunen“, wird auf www.schlaf.de erläutert. Halbdaunen, Dreivierteldaunen und fedrige Daunen bestehen z. B. zu einem Großteil aus Federn.

Hausstauballergiker können übrigens durch die Wahl der Textilien im Schlafzimmer ihre Symptome lindern. Sie sollten milbenundurchlässige Bezüge (englisch „Encasings“) für Matratze, Oberbett und Kopfkissen verwenden und diese mindestens alle drei Monate waschen. Bettdecke und Kissen sollten mit waschbarer, synthetischer Füllung verwendet werden, z. B. synthetische Hohlfasern, die bei 95 Grad waschbar sind. Bettbezüge und andere Textilien (auch Stofftiere) sollten regelmäßig bei mindestens 60 Grad gewaschen werden, um Milben zuverlässig abzutöten. Ein Teppichboden nimmt den Hausstaub mit den Allergenen auf. So wird er nur geringfügig aufgewirbelt und kann mit einem für Allergiker geeigneten Staubsauger entfernt werden.

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