Asthma bei Frühchen wächst sich wieder aus

Frühgeborene haben im Kleinkindalter ein höheres Risiko, an Asthma zu erkranken. (Foto: Miroslav Beneda / Fotolia)
Frühgeborene haben im Kleinkindalter ein höheres Risiko, an Asthma zu erkranken. (Foto: Miroslav Beneda / Fotolia)

(dbp/cwr) Eine gute Nachricht für Eltern von Frühgeborenen:

Zwar sind Kinder, die vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche auf die Welt kommen oder weniger als 2500 Gramm wiegen, stärker als andere gefährdet, asthmatische Beschwerden zu bekommen. Doch diese wachsen sich in den meisten Fällen bis zum Erwachsenenalter wieder aus. Das teilen die Ärzte des Bundesverbandes der Pneumologen (BdP) mit.

Die Lungenexperten stützen sich auf eine Studie, die an der Universität von Kopenhagen mit 1,8 Millionen Menschen durchgeführt wurde. Die dänischen Wissenschaftler hatten herausgefunden, dass Frühchen ein größeres Risiko haben, in ihrer frühen Kindheit an Kleinkind-Asthma zu erkranken. Sie hatten aber auch beobachtet, dass sich das Asthma bei diesen Menschen im Verlauf des Jugend- und Erwachsenenalters wieder zurückbildete – meist bis zum 30. Lebensjahr. „Das bedeutet: Unter den Frühchen gibt es einen erhöhten Prozentsatz an Kleinkindern mit asthmatischen Symptomen zu verzeichnen“, sagt Dr. med. Frank Friedrichs, Vorstandsmitglied des BdP und Kinderpneumologe. Dieser Trend sei aber desto weniger ausgeprägt, je älter die Kinder werden, weil sich das Asthma wieder auswächst, so der Arzt.