Antibakteriell, beruhigend und verdauungsfördernd

Beifuß eignet sich nicht nur als Heilkraut, sondern auch als Küchengewürz zum Verfeinern von eher fetten und schwer verdaulichen Speisen. (Foto: katharinarau / Fotolia)
Beifuß eignet sich nicht nur als Heilkraut, sondern auch als Küchengewürz zum Verfeinern von eher fetten und schwer verdaulichen Speisen. (Foto: katharinarau / Fotolia)

Der Beifuß kann unter anderem auch Magen- und Darmbeschwerden lindern.

(dbp/fru) In Deutschland wird Beifuß auch als Weiberkraut, Mutterkraut oder Jungfernkraut bezeichnet. Das zeigt schon, dass diese Heilpflanze oft bei Beschwerden der Frau eingesetzt wurde, wie beispielsweise Wechseljahres- und Menstruationsbeschwerden. Zudem kann die Pflanze wehenfördernd sein, weshalb Schwangere sich bei einer Einnahme mit beabsichtigter Heilwirkung auf jeden Fall mit ihrer Hebamme oder dem behandelnden Frauenarzt abstimmen sollten.

Heutzutage wird Artemisia vulgaris – so der botanische Name der Heilpflanze – bei Magen- und Darmbeschwerden sowie bei allgemeinen Verdauungsproblemen eingesetzt. Meistens wird ein Tee zubereitet, der etwas bitter schmeckt, was auch ein Hinweis auf die wohltuenden Bitter- und Gerbstoffe ist. Zudem wirkt das darin enthaltene ätherische Öl beruhigend und antibakteriell, weshalb der Tee auch bei Schlafstörungen oder innerer Unruhe konsumiert werden kann. Erhältlich ist der Beifuß auch als Kapseln oder Tinktur.

Auch in der Traditionellen Chinesischen Medizin zu finden

Der Beifuß eignet sich aber auch hervorragend als Gewürzpflanze für die eigene Küche. Insbesondere bei der Zubereitung einer Weihnachtsgans oder allgemein bei eher fetten und schwer verdaulichen Speisen kann Beifuß als Gewürz eingesetzt werden. Die Inhaltsstoffe wirken dann appetitanregend und verdauungsfördernd. Aber auch in der mediterranen Küche hat der Beifuß z. B. bei der Verfeinerung von Käsegerichten seinen Platz.

Das Multitalent hat auch einen festen Platz in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Hier wird es bei der Moxibustion als Moxakraut eingesetzt. Die zu kleinen Kegeln gerollten Beifußblätter werden angezündet und auf Akupunkturpunkte gelegt. Dieser Wärmetherapie spricht man Erfolge bei Schmerzen im Bewegungsapparat und Rheuma zu aber auch bei Atemwegserkrankungen bis hin zu Problemen rund um die Verdauung.

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