Was Altenpfleger können

(dbp/auh) Altenpflege ist viel mehr als Pflege.

Eine Altenpflegerin hört von Außenstehenden oft Aussagen wie diese: „Also, alte Menschen windeln und waschen, das wäre nun gar nichts für mich.“ Dabei ist Körperpflege „nur“ ein Teil der Arbeit.

Die Ausbildung examinierter Altenpfleger umfasst nicht nur die Behandlung und Rehabilitation kranker alter Menschen, Gesundheitsvorsorge und Ernährungsberatung, sondern vermittelt viele weitergehende Kenntnisse. Im Altenpflegegesetz, das seit August 2013 die Ausbildung in der Altenpflege erstmals bundeseinheitlich regelt, sind auch Ausbildungsinhalte festgeschrieben, die gar nichts mit „waschen und windeln“ zu tun haben. Zum Beispiel:

• die Betreuung und Beratung alter Menschen in ihren persönlichen und sozialen Angelegenheiten;

• die Hilfe zur Erhaltung und Aktivierung der eigenständigen Lebensführung einschließlich der Förderung sozialer Kontakte;

• die Anregung und Begleitung von Familien- und Nachbarschaftshilfe und die Beratung pflegender Angehöriger;

• die umfassende Begleitung Sterbender und

• die Anleitung, Beratung und Unterstützung von Pflegekräften, die nicht Pflegefachkräfte sind.

Die Ausbildung zur Altenpflegerin bzw. zum Altenpfleger dauert drei Jahre. Das gilt auch für Umschulungen. Sie besteht aus theoretischem und praktischem Unterricht (2.100 Stunden) und einer praktischen Ausbildung (2.500 Stunden). Es besteht die Möglichkeit einer Teilzeitausbildung, die dann in der Regel vier Jahre dauert.