Aktiv gegen Rückenschmerzen

Fitnessstudios arbeiten in ihren Rückenkursen oft mit einem Gymnastikball (auch Pezziball). (Foto: Picture-Factory / Fotolia)
Fitnessstudios arbeiten in ihren Rückenkursen oft mit einem Gymnastikball (auch Pezziball). (Foto: Picture-Factory / Fotolia)

Bewegung fördert in hohem Maße die Rückengesundheit.

(dbp/fru) „Abwarten und Tee trinken.“ Diese Redensart könnte man bei Rückenschmerzen als Therapieempfehlung ziemlich wörtlich nehmen. Zum einen hilft abwarten, da in ca. 90 % der  Fälle der eigene Körper nach zwei bis drei Monaten die Rückenschmerzen von selbst ausgleicht. Und zum anderen kann beispielsweise Brennesselextrakt als Tee zubereitet gegen rheumatische Rückenbeschwerden helfen. Wer nicht auf Tee steht oder schneller auf Linderung hofft, für den ist Bewegung das Mittel der Wahl.

Bewegungsmangel ist Hauptursache für Rückenschmerzen

Etwas überspitzt formuliert: Der Mensch ist nicht dafür gemacht, den ganzen Tag im Büro zu sitzen und sich abends mit Chips und Bier vor die Glotze zu setzen. Die Natur hat uns mit einem einzigartigen Bewegungsapparat ausgestattet, den wir jedoch in der heutigen Zeit nicht mehr ausreichend und sinngemäß einsetzen. Niemand erwartet mehr von einem, mit Pfeil und Bogen durch die Wälder zu ziehen und Wild zu jagen oder stundenlang Früchte und Beeren zu pflücken. Etwas mehr Bewegung würde uns aber schon gut tun. Denn die Folgen des zunehmenden Bewegungsmangels sind alarmierend. Insbesondere in westlichen Industrieländern ist Bewegungsmangel nicht nur für einen Großteil der chronischen Rückenschmerzen verantwortlich, sondern teilweise auch für weitere Volkskrankheiten  wie Bluthochdruck, Diabetes mellitus und Herzerkrankungen.

„Um Rückenschmerzen vorzubeugen, ist eine regelmäßige körperlich-sportliche Aktivität unabdinglich. Wer sich ein- bis zweimal in der Woche sportlich betätigt, stärkt seine Rückenmuskulatur und bietet dem Schmerz nur wenig Angriffspunkte“, teilt der Deutsche Verband für Physiotherpie (ZVK) auf seinen Internetseiten mit. Besonders empfehlenswert seien Ausdauersportarten, wie Schwimmen, Walking oder gezielte Rückengymnastik, die ganz einfach in den Alltag eingebaut werden können.

Stärkung der Rückenmuskulatur entscheidend

Für Menschen, die nicht nur kurativ, sondern auch vorbeugend tätig werden möchten, bieten sich regelmäßige Übungen an, die die Rückenmuskulatur stärken. Es ist also wichtig, dauerhaft am Ball zu bleiben, um Rückenschmerzen vorzubeugen. Apropos Ball – ein Gymnastikball (auch Pezziball) reicht schon aus, um damit wirkungsvolle Übungen zur Stärkung der Rückenmuskulatur durchzuführen (dann gerne auch vor dem Fernseher). Denn allein das Ausbalancieren beim Sitzen auf diesem Sportgerät kräftigt schon Bauch- und untere Rückenmuskulatur. Aber auch ein einfacher Stuhl bietet sich als effektiver Trainingspartner an.

Wem das Training zu Hause zu einseitig oder langweilig ist, kann auf die Sportangebote in den örtlichen Vereinen zurückgreifen oder in Fitnessstudios gemeinsam mit anderen trainieren. Bei letzteren gibt es nicht nur extra Rückenkurse sondern auch die Möglichkeit, im Rahmen von speziellem Krafttraining gezielt die individuellen Problemzonen zu trainieren. Aber auch hier gilt: Weniger ist mehr. Denn wer es mit den Gewichten übertreibt, kann der Rückenmuskulatur durch Verletzungen auch erheblichen Schaden zufügen. In einem solchen Fall gilt zunächst: Schonung ist die beste Medizin!

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