Ärztliche Begleitung bis zum Schulbeginn

Die U–Untersuchungen geben bis zum Schulbeginn Aufschluss über die körperliche und geistige Entwicklung von Kindern. (Foto: Christian Stoll / Fotolia)
Die U–Untersuchungen geben bis zum Schulbeginn Aufschluss über die körperliche und geistige Entwicklung von Kindern. (Foto: Christian Stoll / Fotolia)

Die U-Untersuchungen für Babys und Kleinkinder.

(dbp/fru) Die sogenannten „U1 bis U9“ sind Früherkennungsuntersuchungen, die ab der Geburt eines Kindes mögliche Gesundheitsstörungen oder Auffälligkeiten in der Entwicklung  frühzeitig erkennen und anschließend ggf. eine entsprechende Behandlung einleiten sollen. Damit sollen Babys und Kleinkinder gezielt unterstützt und gefördert werden.

Die Untersuchungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Die Ergebnisse werden im gelben Vorsorgeheft festgehalten. Für jede Untersuchung wird ein bestimmter Zeitraum vorgegeben, der sich am Lebensalter des Kindes orientiert.

Inhalte der U-Untersuchungen

U1: Diese Untersuchung erfolgt direkt nach der Geburt. Dabei wird das Neugeborene gewogen und gemessen. Zudem werden Atmung, Puls, Muskeltätigkeit, Reflexe und Herzschlag geprüft. Auch die Gabe von Vitamin K zur Vorbeugung von Blutungen ist üblich. Des Weiteren wird ein Neugeborenen-Hörscreening empfohlen.

U2: Bei der sogenannten Neugeborenen-Basisuntersuchung erfolgt zwischen dem dritten und zehnten Lebenstag – oft noch in der Entbindungsklinik – eine weitere eingehende körperliche Untersuchung. In der U2 werden die Organe, Sinne und Reflexe gecheckt. Bei nichtstationärer Entbindung muss ein Kinderarzt aufgesucht werden.

U3: Bei vielen ist das die erste Untersuchung außerhalb der Entbindungsklinik. Sie findet zwischen der vierten und fünften Lebenswoche statt und soll klären, ob sich das Baby in den vergangenen Wochen altersgerecht entwickelt hat. Unter anderem wird die Hüfte auf Fehlstellungen untersucht, ebenso der Ernährungszustand und wieder die Reflexe, Motorik und geistige Entwicklung.

U4: Zwischen dem dritten und vierten Lebensmonat werden vor allem Augen und Ohren geprüft. Zudem wird geschaut, ob die Knochenlücke am Kopf (Fontanelle) noch ausreichend groß ist und das Wachstum des Schädels nicht beeinträchtigen kann.

U5: Nach ungefähr einem halben Jahr werden vor allem Beweglichkeit und Körperbeherrschung kontrolliert.

U6: Zwischen dem zehnten und zwölften Lebensmonat stehen weitere Tests bezüglich der körperlichen Koordination und geistigen Entwicklung an sowie eine erste Überprüfung der sprachlichen Entwicklung.

U7: Die sogenannte Zweijahres-Untersuchung findet zwischen dem 21. und 24. Lebensmonat statt. Dabei prüft der Kinderarzt, ob das Kind in seiner körperlichen und sozialen Entwicklung seinem Alter entsprechend fortgeschritten ist. Es sollte z. B. die sogenannte „Zehn-Wort-Schwelle“ erreicht haben. Auch die Milchzähne werden hier in Augenschein genommen.

U7a: Diese Untersuchung findet zwischen dem 34. und 36. Lebensmonat statt und soll zeigen, ob Allergien, Übergewicht oder Verhaltensstörungen auftreten.

U8: Mit ca. vier Jahren wird das Kind noch einmal von Kopf bis Fuß untersucht. Hier werden Geschicklichkeit, Hör- und Sehvermögen, Sprache und Sozialverhalten überprüft.

U9: Zwischen dem 60. und 64. Lebensmonat – also mit etwa fünf Jahren – gibt es nach einer erneuten gründlichen Untersuchung und Überprüfung von Fein- und Grobmotorik eine erste Einschätzung, ob das Kind schon schulreif ist.

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