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Zu Hause selbstständig werden und bleiben

Junge Frau liest Senioren aus Buch vor.Bei der mobilen Rehabilitation finden Beratung und Therapie in den eigenen vier Wänden statt. (Foto: Bilderbox)

Die mobile Reha ist ideal für gebrechliche, körperbehinderte und psychisch kranke Menschen

(dbp/wgt) Was tun, wenn nach Schlaganfall, Herzinfarkt, langer Krankheit oder Unfall eine Rehabilitation dringend notwendig wird, die klassischen Angebote aber nicht wahrgenommen werden können? Das fragen sich besonders ältere Menschen, bei denen der allgemeine Gesundheitszustand und die eingeschränkte Bewegungsfähigkeit eine stationäre oder ambulante Reha-Behandlung oft nicht erlauben. Sie können seit 2007 die Vorzüge der mobilen geriatrischen Rehabilitation genießen.

Statt in der Reha-Klinik oder einer ambulanten Einrichtung außerhalb der eigenen vier Wände erfolgt die Behandlung im vertrauten Wohnumfeld. Das mobile Rehabilitationsteam aus Physio- und Ergotherapeuten, Logopäden und Ernährungsberatern kommt zum Patienten nach Hause, ein erfahrener Arzt überwacht die Behandlung und koordiniert sie mit dem Hausarzt.

Der Vorteil: Die Therapie kann genau auf die gewohnte Umgebung des Patienten abgestimmt werden. Die Betroffenen leiden nicht länger darunter, dass sich die Behandlungserfolge nach stationärer oder ambulanter Rehabilitation nicht auf die praktischen Erfordernisse ihrer häuslichen Umgebung übertragen lassen. Für viele ältere Menschen lässt sich so der Umzug ins Pflegeheim vermeiden.

Wer hat Anspruch auf eine mobile Rehabilitation?

Das Angebot der mobilen Rehabilitation richtet sich besonders an rehabilitationsbedürftige ältere Menschen mit Mehrfacherkrankungen, die zum Beispiel nach einem langen Krankenhausaufenthalt ihre bisherige Selbstständigkeit bei der Bewältigung des Alltags wiedergewinnen wollen. Die mobile Reha ist aber auch dann möglich, wenn sich die Patienten bereits in einer Pflegeeinrichtung befinden.

Bei der mobilen Rehabilitation handelt es sich um eine Pflichtleistung der gesetzlichen Krankenkassen. Sie ist nicht auf geriatrische Patienten begrenzt. Sie kann unter anderem auch bei neurologischen Erkrankungen, Unfallverletzungen und orthopädischen Leiden in Anspruch genommen werden. Versicherte haben Anspruch auf Leistungen der mobilen Rehabilitation, wenn mindestens eine der folgenden Voraussetzungen vorliegt:

• eine akute oder chronische Denk- oder Gedächtnisstörung (z. B. eine Demenzerkrankung),

• eine Verhaltensstörung (z. B. Angstzustände, Wahnvorstellungen oder psychomotorische Unruhe),

• eine starke Beeinträchtigung der Stimm-, Sprech- und Sprachfunktion oder

• schwere Seh- und Hörstörungen.

Wichtig ist das häusliche Umfeld

Bei der mobilen Reha kommt es ganz entscheidend darauf an, dass Angehörige und sonstige Bezugspersonen bereit sind, bei der häuslichen Therapie unter Anleitung des Reha-Teams aktiv mitzuwirken und den Patienten in seiner selbstständigen Tagesgestaltung zu unterstützen. Die Behandlung erstreckt sich in der Regel über 20 Tage mit jeweils mindestens zwei Behandlungseinheiten pro Tag. Eine Therapieeinheit dauert mindestens 45 Minuten. Die Behandlung muss an mindestens drei Tagen in der Woche erfolgen.

 

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