Werdende Mütter sind vergesslich
Im zweiten und dritten Schwangerschaftsdrittel werden Frauen vergesslich. Was viele bereits vermutet haben, wurde durch eine britische Studie bestätigt.
Fähigkeiten wie das räumliche Erinnerungsvermögen, also zum Beispiel die Erinnerung daran, wo bestimmte Dinge abgelegt wurden, werden maßgeblich von einem bestimmten Teil des Gehirns, dem sogenannten Hippocampus, gesteuert. Passieren im Körper – wie bei einer Schwangerschaft – hormonelle Veränderungen, wirken sie sich auf diese Region besonders aus, wie die Society of Endocrinology mitteilt, auf deren Kongress die Studie vorgestellt wurde.
Gedächtnis leidet bis drei Monate nach der Geburt
Die ausführenden Wissenschaftler des Bradford Institute of Health Research haben für die Untersuchung Computertests mit 23 schwangeren und 24 nicht-schwangeren Frauen durchgeführt. Die Schwangeren schnitten dabei in puncto Gedächtnis eindeutig schlechter ab.
Der Grad der Vergesslichkeit nahm der Studie zufolge ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel zu und hielt bis zu drei Monate nach der Geburt an.
Die Untersuchung hat außerdem gezeigt, dass werdende Mütter oft eine getrübte Laune und ein höheres Risiko haben, an Depressionen zu erkranken. Die Stimmung habe sich aber nach der Geburt wieder gebessert.


