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Thai-Massage: Fernöstliche Knettechnik

Von der Fußspitze bis zum Kopf wird der Mensch bei der traditionellen Thai-Massage kraftvoll durchgeknetet. (Foto: wibaimages/Fotolia)Von der Fußspitze bis zum Kopf wird der Mensch bei der traditionellen Thai-Massage kraftvoll durchgeknetet. (Foto: wibaimages/Fotolia)

Wer sich für eine Thai-Massage anmeldet, darf nicht zimperlich sein, denn hier wird gepresst, gewalkt, gedehnt und geknetet, was das Zeug hält. Trotzdem sorgt die uralte Methode für Entspannung und Lockerung.

Die traditionelle Thai-Massage unterscheidet sich deutlich von jener Variante, die Westeuropäer beim Stichwort „Massage“ im Kopf haben. Sie ist eine Verbindung aus Akupressur und Dehnung in Yoga-Positionen. Wie alle fernöstlichen Heilmethoden geht auch die Thai-Massage davon aus, dass der Mensch nur gesund sein kann, wenn das Gleichgewicht der Energieströme in seinem Körper stimmt. Deshalb die Verbindung zur Akupressur: Ganz bewusst werden die einschlägigen Energiepunkte am Körper stimuliert.

Massiert wird mit Kleidung auf dem Boden

Eine traditionelle Thai-Massage dauert in der Regel zwischen einer und eineinhalb Stunden. Währenddessen liegt und sitzt der zu Massierende auf einer Matte am Boden. Denn nur wenn der Masseur auf der gleichen Ebene arbeitet, kann er sein ganzes Körpergewicht für die Massagegriffe einsetzen.

Der zu Massierende behält dabei seine Kleidung an – mit gutem Grund: Würde der Masseur nackte Haut behandeln, müsste er Öl verwenden und könnte bei Weitem nicht so kräftig zupacken. Viele Thai-Masseure bieten abseits der klassischen Variante aber auch sanftere Aroma-Öl-Massagen ohne Kleidung an und setzen zusätzlich Kräuterpäckchen ein.

Schritt für Schritt wird dann der ganze Körper massiert – vom Kopf bis in die Finger- und Fußgelenke. Dabei benutzt der Masseur seine Daumen, Handballen, Unterarme und Füße, um gezielt zu pressen und zu kneten. Wichtig sind auch die Dehnungsübungen, bei denen der zu Massierende passiv bleibt, also vom Behandler lediglich in verschiedene Positionen gezogen oder gedrückt wird.

Gegen Verspannungen und zum Wohlfühlen

Grundsätzliches Ziel der Thai-Massage ist es, die Beweglichkeit und den Energiefluss zu steigern sowie oberflächliche und tief sitzende Verspannungen zu lösen. Deshalb wird sie vor allem bei Beschwerden des Bewegungsapparats, der Muskeln oder zur Durchblutungsförderung eingesetzt.

Weil sie aber auch extrem entspannend wirkt, kann sie zudem bei stressbedingten Krankheiten (Schlaflosigkeit, Nervosität) oder zum Beispiel Migräne helfen. Und bei gesunden Menschen erhöht sie schlichtweg den Wohlfühlfaktor.

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