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Spezialauflagen helfen gegen Druckgeschwür

Patienten, die viel liegen, müssen regelmäßig umgelagert werden. Spezialauflagen mindern zusätzlich das Risiko des Wundliegens.Patienten, die viel liegen, müssen regelmäßig umgelagert werden. Spezialauflagen mindern zusätzlich das Risiko des Wundliegens.

Unterstützung für Pflegebedürftige mit wenig Bewegungsfreiheit

Pflegebedürftige, die ans Bett oder den Rollstuhl gebunden sind, müssen oft mit dem Problem Druckgeschwür (Dekubitus) umgehen. Spezielle Auflagen und Matratzen können das Risiko für offene Wunden senken. Das teilt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) mit, das die vorhandenen Studien über die Wirksamkeit von Hilfsmitteln zur Dekubitusvermeidung analysiert hat. Das Fazit: Liegen Pflegebedürftige auf Matratzen aus speziellem Schaumstoff anstatt auf regulären Krankenhausmatratzen, bekommen sie deutlich seltener Druckgeschwüre. Grund: Die Schaumstoffmatratzen sind weicher und verteilen den Druck auf eine größere Körperfläche. Zudem gibt es laut IQWiG Hinweise, dass medizinische Schaffelle aus Australien ebenfalls das Erkrankungsrisiko senken; sie werden als Matratzenauflage genutzt. Nicht ausreichend sei die Studienlage hingegen in puncto Wasserbetten.

Das Risiko, ein Druckgeschwür zu bekommen, ist bei Menschen, die extrem viel liegen oder sitzen, sehr hoch. Ursache dafür ist der stetige Druck auf einzelne Körperstellen. Besonders dort, wo sich dicht unter der Hautoberfläche Knochen befinden, wird die Haut auf Dauer schlecht durchblutet. Die Folge: Sauerstoff und Nährstoffe fehlen, die Haut wird dünner und kann absterben. So entstehen offene Wunden, in die Erreger eindringen und für ständig neue Entzündungen sorgen können. Druckgeschwüre heilen in der Regel sehr schlecht ab und sind oft schmerzhaft.

Umlagern trotzdem wichtig

Die beste Methode, um sie zu vermeiden, ist ein regelmäßiges Umlagern und Bewegen, damit sich der Druck auf die Haut besser verteilt. Zusätzlich gibt es die genannten Spezialmatratzen sowie Schaumstoff- oder Gel-Auflagen. Auch luftgefüllte Varianten mit Wechseldruck werden angeboten – das heißt, dass einzelne Kammern in der Auflage unterschiedlich stark aufgeblasen werden können. Das lenkt den Druck auf wechselnde Körperregionen.

Wenn die Notwendigkeit einer Auflage gegen Druckgeschwüre erwiesen ist, bezahlen die Kranken- oder Pflegekassen die Kosten für solche Pflegehilfsmittel – dafür am besten bei der zuständigen Kasse nachfragen. Trotz Hilfsmittel bleibt das konsequente Bewegen und Umlagern aber unersetzlich. Ein Tipp: Viele ambulante Pflegedienste bieten für pflegende Angehörige Schulungen an, in denen sie aufzeigen, wie sich ein Dekubitus am besten vermeiden lässt.

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