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So bleiben Sie venenfit im Alltag!

Bälle mit der Fußsohle rollen, Dinge mit den Zehen greifen – solche Übungen halten die Venen fit. (Foto: Kzenon/Fotolia)Bälle mit der Fußsohle rollen, Dinge mit den Zehen greifen – solche Übungen halten die Venen fit. (Foto: Kzenon/Fotolia)

Venenleiden können jeden treffen. Das Risiko steigt nach Expertenangaben mit dem Alter. Tipps zum Vorbeugen.

Besonders gefährdet sind Menschen mit familiärer Vorbelastung, mit sitzender oder stehender Tätigkeit und Schwangere, doch grundsätzlich ist niemand vor Venenerkrankungen gefeit. Um die Venen fit zu halten, kann man im Vorfeld einiges tun Wer viel sitzt oder steht, tut gut daran, Kompressionsstrümpfe zu tragen. Wer an Übergewicht leidet, sollte abnehmen – nicht nur, aber auch, um seine Venen zu entlasten. Eine gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung unterstützen den Körper ebenfalls. Und jeder kann ein paar einfache Übungen in seinen Alltag einbauen, um die Venen täglich bei ihrer Arbeit zu unterstützen.

„Storchengang“ oder „Fahrrad fahren“

Das ist nämlich Schwerstarbeit: Pausenlos wird der Organismus versorgt und verbrauchtes Blut zurück zum Herzen gepumpt. Der Weg aus den Beinen ist dabei der längste. Deshalb hilft jede Bewegung, die den Blut-Rückfluss unterstützt. Das kann zum Beispiel schon das einfache Gehen auf der Stelle sein. Weitere Übungen, die die Deutsche Venen-Liga in ihrer Venen-Fibel empfiehlt, sind folgende:

1. Sich auf die Zehenspitzen stellen und den Fuß abrollen, bis Sie auf der Ferse zum Stehen kommen – oder abwechselnd die rechte und die linke Ferse absenken.

2. Im „Storchengang“ laufen (also die Beine etwa im 90 Grad-Winkel anwinkeln).

3. Im Sitzen einen Ball oder Ähnliches mit der Fußsohle vor und zurück rollen.

4. Ebenfalls im Sitzen ein auf dem Boden liegendes Zeitungsblatt mit den Füßen zu einem Ball zusammenknüllen.

Selbst im Bett kann man Venengymnastik machen, zum Beispiel die Beine abwechselnd nach oben strecken, die Füße strecken und anziehen oder „Fahrrad fahren“, rät Autor Dr. Peter Salzmann in seinem Buch zum Thema „Venenleiden“.

Nordic Walking kräftigt das Bindegewebe

Besondere Vorsicht ist bei längeren Autofahrten und ganz besonders bei Langstreckenflügen geboten. Hier rät die Deutsche Venen-Liga: Öfter Pause machen, die Beine nicht übereinander schlagen, Füße und Beine zwischendurch immer wieder bewegen, auf Alkohol und Nikotin verzichten, vor und während der Reise nur leichte Kost zu sich nehmen und bequeme Kleidung und Schuhe tragen.

Allen, die unter Krampfadern leiden oder schon eine Thrombose hatten, sowie Älteren und Schwangeren empfiehlt Professor Eberhard Rabe, Vorsitzender der Deutschen Venengesellschaft, beim Fliegen außerdem Kompressionsstrümpfe.

Öfter mal barfuß laufen

Wer seinen Venen etwas Gutes tun möchte, sollte auch so oft wie möglich barfuß laufen. Im Urlaub am Strand mit den Zehen Sand zu greifen oder auf einer Wiese Gras oder Löwenzahn abzurupfen, macht laut der Venen-Fibel ebenfalls „venenfit“.

Bei den Sportarten ist besonders das Walking beziehungsweise Nordic Walking (im Winter der Skilanglauf) zur Entlastung der Beinvenen geeignet: Die Bewegungsabläufe kräftigen das Bindegewebe und stärken die Beinmuskulatur.

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