Senioren können von Heimtieren profitieren

Tiere können in einem Seniorenheim positive Auswirkungen auf das seelische und physische Wohlbefinden der Bewohner haben. (Foto: Fotolia / aletia2011)
Tiere können in einem Seniorenheim positive Auswirkungen auf das seelische und physische Wohlbefinden der Bewohner haben. (Foto: Fotolia / aletia2011)

(dbp/fru) In Senioreneinrichtungen ist die Haltung von Tieren abhängig von der Leitung und dem Personal.

„Es gibt mittlerweile Pflegeheime, wo Katzen oder Hunde selbstverständlich sind und Argumente wie Hygiene sind oft nur vorgeschobene Gründe, Heimtiere als Mitbewohner oder im Rahmen von Besuchsdiensten nicht zuzulassen“, sagte Elisabeth Scharfenberg, alten- und pflegepolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen in der jüngsten Arbeitssitzung des Forums Heimtier.

Positive Effekte durch Studien belegt

Heimtiere bringen Abwechslung in den Alltag der Heimbewohner und vermitteln das Gefühl, gebraucht zu werden. Damit sind Hunde, Katzen, Vögel oder Nagetiere wichtige Begleiter von Menschen im höheren Alter und können positiv auf das psychische und physische Wohlbefinden wirken. Christina Jantz-Herrmann, Tierschutzbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion und Schirmherrin des Forum Heimtier berichtet davon, dass Heimtiere ältere Menschen zu mehr Bewegung und Aktivität anregen. Sie erlebe es selbst immer wieder, wie Seniorinnen und Senioren aufblühen, wenn sie ein Kaninchen auf dem Schoß haben oder mit ihrem Hund spazieren gehen.

Auch wissenschaftliche Studien zeigen, dass  der gesundheitliche Nutzen von Heimtieren groß ist und sie bei der Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Übergewicht oder Depressionen eine echte Hilfe sein können. Das Arbeiten mit Tieren setzt jedoch Fachwissen zu Mensch-Tier-Beziehungen und den psychologischen Prozessen des Alterns voraus. Deshalb sollten laut Diplom-Biologin Cornelia Drees Anbieter von tiergestützten Interventionen eine qualifizierte Ausbildung haben und möglichst Berufsverbänden angehören. Selbstverständlich darf dabei auch das Tierwohl nicht zu kurz kommen. Die Tiere müssten ihren Einsatz bei den älteren Menschen genießen. Das sei die Grundvoraussetzung.

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