Schwindelerregende Sonnenstrahlen
Zu viel Sonne und Hitze kann zu einem Hitzeschaden führen. Dann heißt es: Ab in den Schatten! (Foto: LyriX/Fotolia)Sonnenstich und Hitzschlag: Wie Sie Hitzeschäden im Sommer vermeiden.
Ein Bad in der Sommersonne ist für viele der absolute Hochgenuss. Doch Vorsicht! Ein zu langer Sonnengenuss kann gefährlich werden, denn dann droht ein Hitzeschaden – entweder in Form eines Sonnenstichs oder Hitzschlags. Ein Sonnenstich entsteht durch zu lange direkte Sonneneinstrahlung auf Kopf und Nacken und hat zur Folge, dass die Hirnhaut gereizt wird. Charakteristisch für den Sonnenstich ist ein heißer Kopf, während der Rest des Körpers relativ normal temperiert bleibt. Darin besteht der Hauptunterschied zum Hitzschlag, bei dem sich der gesamte Körper aufheizt.
Schwindel und Schwächegefühl
Den Hitzschlag nennen Mediziner Hyperthermiesyndrom. Hierbei handelt es sich um mehr als einen einfachen Kreislaufkollaps. Denn im Falle des Hitzschlags funktioniert der Regelmechanismus des Körpers nicht mehr, wodurch sich seine Kerntemperatur auf über 40 Grad erhöht, in etwa wie bei starkem Fieber.
Erste Symptome sind bei beiden Formen des Hitzeschadens Kopfschmerzen, Schwindel, ein Schwächegefühl, Übelkeit oder Erbrechen.
Wichtig: ausreichend trinken
In der Regel ist der Ausgangspunkt für einen Hitzeschaden eine zu intensive Sonnenbestrahlung. Nach Angaben des Deutschen Fachverbands Reisemedizin kann jedoch auch eine stark erhöhte Umgebungstemperatur wie in einer großen Menschenmenge ohne ausreichende Belüftung zu einem Hitzschlag führen.
Deshalb ist es wichtig, zum Beispiel bei Konzerten in brütender Hitze, genügend zu trinken, um das Dehydrieren des Körpers zu verhindern.
Besonders gefährdet für Hitzeschäden sind Urlauber in tropischen Ländern mit hoher Temperatur und Luftfeuchtigkeit, die die Möglichkeit der körpereigenen Temperaturregulierung durch Schwitzen reduziert. Außerdem Personen, die durch Vorerkrankungen geschwächt sind.
In der Hitze den Alkoholkonsum reduzieren
DerDeutsche Fachverband Reisemedizin warnt zudem vor einem mehrstündigen Sonnenbad unter Medikamenten-, Drogen- oder Alkoholeinfluss. Kleine Kinder sind ebenfalls eine Risikogruppe, weshalb Eltern bei ihrem Nachwuchs immer an Kopfbedeckung und Flüssigkeitszufuhr denken müssen.
Der Verband stellt auch klar, dass es grundsätzlich eines längeren Zeitraums in Sonne und Hitze ohne Abkühlung bedarf, damit der Körper Schaden nimmt. Wichtig sei vor allem, auf die körpereigenen Warnsignale zu achten. Das sind zum Beispiel ein deutlich spürbares Herzklopfen oder Schwindel.
Im Notfall einen Arzt rufen!
Es gibt gute Möglichkeiten, einen Hitzschlag oder Sonnenstich zu vermeiden: weite, luftige Kleidung, ausreichendes Trinken und das Vermeiden direkter Sonneneinstrahlung.
Kommt es dennoch zu einem Hitzeschaden, muss schnell gehandelt werden. Bei einem entsprechenden Verdacht sollte auf jeden Fall ein Arzt gerufen und der Patient kühl gelagert werden, um die Temperatur schnellstmöglich zu senken.
Um diesen Konsequenzen vorzubeugen, empfiehlt es sich also, allzu lange und intensive Sonnenbäder zu vermeiden und immer ausreichend zu trinken.

