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Schweißfüße lassen sich vermeiden

Den Schuhen Zeit zum Auslüften lassen – das hilft gegen unangenehm riechenden Fußschweiß. (Foto: Artmann Witte/Fotolia)Den Schuhen Zeit zum Auslüften lassen – das hilft gegen unangenehm riechenden Fußschweiß. (Foto: Artmann Witte/Fotolia)

Unangenehme Gerüche sind meist ein Hygieneproblem.

Schweißfüße sind unangenehm – und zwar nicht nur für die Betroffenen selbst. Wer ein paar einfache Hygieneregeln befolgt, kann schlechten Geruch vermeiden. Frischer Schweiß ist eigentlich geruchlos, weil er zu 99 Prozent aus Wasser besteht. Doch Harnstoff, Aminosäuren und Milchsäuren, die über die Haut ausgeschieden werden, vermischen sich mit ihm. In diesem Milieu leben Bakterien, die die Schweißbestandteile zersetzen und verwerten – daraus entstehen dann unangenehm riechende Verbindungen.

Leichten Fußgeruch hat eigentlich jeder. Unangenehm wird er, wenn er von der Umgebung negativ wahrgenommen wird. „Viele Schweißfüße sind auch ein Schuhproblem“, sagt die Professorin Dr. Christina Stukenborg-Colsman, Leiterin der Orthopädischen Klinik der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) im Annastift.

Körperhygiene ist wichtig

Turn- oder Plastikschuhe, die mit Polyester-Socken getragen werden, fördern die Bildung von unangenehm riechendem Fußschweiß, sagt sie. Gleiches gilt für Lederschuhe, wenn keine Socken getragen werden. Luftige Schuhe sowie der regelmäßige Wechsel der Einlagen helfen, den Schweißgeruch gar nicht erst entstehen zu lassen.

Viele Menschen pflegen ihre Füße darüber hinaus nicht so, wie es notwendig wäre. Selbst unter der morgendlichen Dusche werden sie oft nicht separat mit Seife oder einem Duschgel gewaschen, sondern einfach nur nass gemacht.

Dabei tut es den Füßen gut, wenn sie mit einem speziellen Fußwaschmittel oder Duschgel auch zwischen den Zehen gesäubert werden. „Danach“, empfiehlt Dr. Stukenborg-Colsman, „sollen sie gut abgetrocknet und eingecremt werden, auch zwischen den Zehen.“

Viel barfuß laufen

Auch Hornhaut sollte abgetragen und die Nägel regelmäßig geschnitten werden. Gerade bei älteren Menschen sei eine intensive Fußhygiene wichtig. Nicht nur wegen des Fußschweißes, sondern auch wegen möglicher bakterieller Infektionen.

Grundsätzlich sei es gut, im Sommer viel barfuß zu laufen, keine Strümpfe aus Chemie-Fasern zu tragen und regelmäßig eine medizinische Fußpflege durchführen zu lassen.

Fußgeruch kann auch eine Nebenwirkung von Medikamenten sein, mit einer hormonellen Störung zusammenhängen sowie durch krankhaftes Schwitzen (medizinisch: Hyperhidrose) ausgelöst werden. „In solchen Fällen ist es sinnvoll, einen Arzt aufzusuchen“, rät die Professorin der MHH.

Schuhe gut auslüften lassen

In der Regel seien stinkige Füße aber eher ein Problem der Hygiene. Idealerweise sollte man seine Schuhe nicht mehrere Tage hintereinander tragen, sondern ihnen Gelegenheit zum Auslüften geben.

„Stellen Sie Ihre Schuhe nach dem Tragen nicht direkt in den Schuhschrank, sondern besser auf den Balkon oder an einen anderen gut belüfteten Ort“, rät die Expertin.

Der Hausrezept-Tipp gegen Schweißfüße: Ein regelmäßiges Fußbad mit Tomatensaft. Tomatensaft eins zu eins mit warmem Wasser mischen und darin die Füße 15 Minuten baden. Das hilft, die Schweißdrüsen- und Bakterienaktivität zu regulieren.

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