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Schuhkauf: Füße mögen’s gern bequem

Schuhe müssen groß genug sein, um den Zehen ausreichend Bewegungsfreiheit zu bieten. Zu groß ist allerdings auch nicht gut, sonst hat der Fuß keinen Halt. (Foto: MAK/Fotolia)Schuhe müssen groß genug sein, um den Zehen ausreichend Bewegungsfreiheit zu bieten. Zu groß ist allerdings auch nicht gut, sonst hat der Fuß keinen Halt. (Foto: MAK/Fotolia)

Modelle dürfen nicht zu kurz sein – auch das Material ist wichtig.

Vor dem Schaufenster des Schuhladens hat die Liebe begonnen, doch nach ein paar Mal Tragen stellt sich heraus, dass sie einseitig ist: Die neuen Schuhe verursachen Druckstellen oder gar unangenehmen Fußgeruch. Fast jeder hat das schon einmal erlebt. Damit sich eine solche Enttäuschung nicht wiederholt, gibt das Deutsche Schuhinstitut (DSI) Tipps für den Kauf. Das DSI mit Sitz in Offenbach ist eine Interessenvertretung der Schuhexperten aus Industrie und Handel. Weil die Füße in der Natur nicht immer nur auf plattem Asphalt, sondern auch über Stock und Stein gehen würden, empfehlen die DSI-Experten, für Abwechslung zu sorgen. Das heißt: Im Schrank sollten mehr als ein paar Schuhe stehen; optimal sei es, zwischen flachen und mittleren Absatzhöhen zu wechseln. High Heels oder fußunfreundliche Modelle, etwa mit extrem engen Spitzen, sollten es höchstens für kürzere Zeitabschnitte sein. Gleiches gelte für Schuhe, mit denen die Füße aktiv trainieren – auch hier brauchen sie nach ein paar Stunden eine Erholungspause.

„Lieber länger und enger“ als zu kurz

Damit der Schuh richtig passt, rät das DSI, ihn immer eine Daumenbreite länger zu kaufen als der Fuß ist. „Lieber länger und enger“ – so lautet eine Schusterregel und meint mit „Enge“ die Weite des Schuhs über der Ballenlinie. Der Grund: Schuhe, die zu weit sitzen und dem Fuß keinen Halt geben, würden erfahrungsgemäß eher zu kurz gekauft. Und das kann unangenehme Folgen haben: Stoßen die Zehen bei jeder Abrollbewegung vorne an der Schuhspitze an, sorgt das für Stauchungen, die auf Dauer schmerzen. Sogar spezielle Gesundheitsschuhe können – zu kurz gekauft – Schaden anrichten. Die Zehen brauchen im Schuh zu allen Seiten ausreichend Bewegungsfreiheit.

Außerdem verändert der Fuß im Laufe des Tages seine Größe, gegen Abend sitzen knapp bemessene Schuhe dann meist noch enger. Das DSI rät deshalb, Schuhe für den Abend immer erst später am Tag zu kaufen. Lederschuhe für den ganzen Tag hingegen eher morgens, denn Leder dehnt sich bei Wärme und Beanspruchung noch etwas aus.

Besonders gefährdet für zu kurze Schuhe sind übrigens Kinder, weil sie noch nicht gut beurteilen können, ob der Schuh wirklich passt. Hilfreich sind hier spezielle Fußschablonen.

Das richtige Material gegen Fußgeruch

Wer die passende Schuhform gefunden hat und Fußgeruch vermeiden will, sollte darüber hinaus auf das richtige Material achten. Lederschuhe sind zum Beispiel eine gute Prävention gegen Fußschweiß. Sie speichern die Feuchtigkeit und geben sie nach außen ab. Allerdings bleibt ein Lederschuh nur dauerhaft geruchlos, wenn er nach einem Tag Tragen 24 Stunden auslüften darf.

Bei Regen und Matschwetter eignet sich laut DSI festes Schuhwerk mit einer Goretex-, Sympatex- oder ähnlichen Zwischenfütterung. Solche Materialien haben die Fähigkeit, Wasserdampf von innen nach außen zu lassen, versperren aber der Feuchtigkeit von außen den Weg. Ein guter Schutz gegen Fußgeruch sind zudem Socken aus Baumwolle oder Wolle.

 

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