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Schatten auf dem Röntgenbild

Schematische Darstellung: So kann ein Tumor in der menschlichen Lunge aussehen. (Grafik: Sebastian Kaulitzki/Fotolia)Schematische Darstellung: So kann ein Tumor in der menschlichen Lunge aussehen. (Grafik: Sebastian Kaulitzki/Fotolia)

Lungenkrebs wird selten früh entdeckt. Wie Ihr Facharzt dennoch die Diagnose stellen kann.

Wenn sich Beschwerden wie Dauerhusten, Brustschmerzen, blutiger Auswurf, Atemnot, häufige Lungenentzündungen oder Bronchitis bemerkbar machen, kann das ein erstes Anzeichen für einen Lungenkrebs sein. In solchen Fällen sollte umgehend ein Facharzt aufgesucht werden. „In Deutschland gibt es pro Jahr rund 52.000 Neuerkrankungen“, erläutert Professor Dirk Kaiser, Experte für Thoraxchirurgie an den Helios Kliniken in Berlin. Doch nur bei rund 18.000 dieser Fälle sei eine Operation sinnvoll, weil sich bei diesen Patienten noch keine Metastasen gebildet haben.

Die Früherkennung ist schwierig

Im Allgemeinen ist eine Operation bei der Behandlung von Lungenkrebs immer noch die beste Option. Genau deshalb ist es auch so wichtig, von Anfang an erfahrene Fachärzte in die Behandlung einzubeziehen. „Eine Früherkennung“, bedauert Professor Kaiser, „ist schwierig, weil bei einer Röntgenaufnahme nicht alle Karzinome (Krebstumoren) sichtbar sind.“ Eine Computertomografie, die wesentlich genauer ist, werde von den Kassen aber nur finanziert, wenn ein begründeter Verdacht vorliegt.

Dennoch kann eine Röntgenübersichtsaufnahme erste Informationen für einen eventuellen Befund liefern. Damit lassen sich zumindest Tumoren im äußeren Bereich der Lunge erkennen.

Lungenspiegelung und Gewebeprobe

Erhärtet sich der Verdacht auf ein Lungenkarzinom, wird eine sogenannte Bronchoskopie, also eine Lungenspiegelung, durchgeführt. Dabei werden Gewebeproben (Biopsie) oder Zellmaterial zur feingeweblichen Untersuchung entnommen. „Anhand dieser Untersuchungen“, erläutert Professor Kaiser, „lässt sich der Lungenkrebs in zwei Gruppen einteilen: das kleinzellige Lungenkarzinom sowie das nicht-kleinzellige Lungenkarzinom.“

Das kleinzellige Lungenkarzinom (20 Prozent der Fälle) hat wegen seines schnellen Wachstums und der frühen Bildung von Tochtergeschwülsten eine eher schlechte Heilungschance. „Wir können den Krebs nur operieren, wenn er auf ein Organ begrenzt ist“, sagt Kaiser. Bei Metastasen, wie sie häufig beim kleinzelligen Lungenkarzinom auftreten, mache eine Operation wenig Sinn. Beim nicht-kleinzelligen Karzinom hingegen könne oft auch im fortgeschritteneren Stadium noch operiert werden.

Computertomografie lokalisiert den Tumor

„Mit einer Kombination von Computertomografie (CT) und Positronenemissionstomografie (PET) lässt sich der Tumor gut lokalisieren und gibt Auskunft über einen möglichen Befall der Lymphknoten. Auch Metastasen in Knochen, Schädel, Leber oder Weichteilen lassen sich mit dieser Untersuchung ausschließen beziehungsweise feststellen“, weiß Professor Kaiser.

Wenn alle Untersuchungsergebnisse vorliegen, entscheidet der Arzt über die Therapie, die für den Patienten am besten geeignet ist. Das kann je nach Zustand des Patienten und Stadium des Karzinoms eine Operation oder eine Kombination aus Chemo- und Strahlentherapie sein.

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