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Reha soll rasch mobil machen

Hand an UnterarmgehstützeHilfsmittel unterstützen die Rehabilitation nach Knochenbrüchen. (Foto: Robert Kneschke / Fotolia)

Nach Knochenbrüchen beschleunigt eine frühzeitige Rehabilitation den Heilungsprozess

(dbp/wgt) Nach einem Knochenbruch ist es mit der medizinischen Erstversorgung im Krankenhaus oft nicht getan. Eine gezielte Reha-Behandlung fördert die schnellere Genesung der Patienten.

Gipsverbände und eine längere Ruhigstellung nach Brüchen gehören in vielen Fällen der Vergangenheit an. Im Vordergrund steht heute die frühzeitige Rehabilitation, damit der Patient seine volle körperliche Funktionsfähigkeit rasch wieder zurückerlangt. Aber auch wenn die verletzten Körperteile über einen längeren Zeitraum ruhig gestellt werden müssen, ist eine anschließende Reha-Behandlung erforderlich, um einen weiteren Verlust von Muskelkraft und Ausdauer zu vermeiden.

Häufigkeit von Knochenbrüchen steigt im Alter

Besondere Bedeutung gewinnt die frühe und intensive Rehabilitation bei älteren Menschen. Denn im Alter führen Stürze deutlich häufiger zu Brüchen des Handgelenks, der Schulter und des Oberschenkelhalses, insbesondere wenn die Betroffenen bereits an einer Osteoporose leiden. Eine frühzeitig einsetzende Therapie noch während des Krankenhausaufenthalts trägt gerade bei hüftgelenksnahen Brüchen dazu bei, das Risiko einer dauerhaften Pflegebedürftigkeit zu verringern und dem älteren Menschen wieder zu der Selbstständigkeit zu verhelfen, die er vor dem Unfall hatte.

Idealerweise beginnt die Rehabilitation bei einem Oberschenkelhalsbruch direkt nach der Operation. Ein Team aus Ärzten unterschiedlicher Fachrichtungen, Pflegern, Physio- und Ergotherapeuten arbeitet dabei eng zusammen, um den Patienten zu mobilisieren und gleichzeitig mögliche andere Erkrankungen, an denen er neben seiner Verletzung leidet, zu behandeln.

Reha nach Bedarf: ambulant, stationär oder mobil

In der Regel erfolgt die Reha-Behandlung nach Knochenbrüchen ambulant in einer physio- oder ergotherapeutischen Praxis oder einem entsprechend qualifizierten Fitnessstudio. Älteren Menschen ermöglichen geriatrische Tageskliniken einen sanften Übergang vom Krankenhaus in den heimischen Alltag.

Lassen Gesundheitszustand und Belastbarkeit des Patienten keine ambulante Behandlung zu, besteht die Möglichkeit eines stationären Aufenthalts in einer Reha-Klinik. Dabei werden alle Therapieleistungen unter einem Dach angeboten.

Menschen mit Mehrfacherkrankungen und eingeschränkter Mobilität können darüber hinaus die Vorzüge der mobilen Rehabilitation in Anspruch nehmen. Ein mobiles Therapeutenteam kommt zum Patienten nach Hause und stimmt die Behandlung auf die gewohnte Umgebung ab. So können nicht nur die individuell vorliegenden Sturzrisiken analysiert und behandelt werden. Auch typische Stolperfallen im Haushalt lassen sich dabei erkennen und beheben.

Antrag und Kostenträger: Hat der Arzt die Notwendigkeit einer Reha-Behandlung nach dem Knochenbruch festgestellt, können Patienten ihren Antrag auf Kostenübernahme bei der Rentenversicherung, der Krankenkasse oder der Unfallversicherung einreichen. Ein stationärer Aufenthalt dauert in der Regel drei Wochen. Die mobile Reha erstreckt sich über 20 Tage mit jeweils mindestens zwei 45-minütigen Behandlungseinheiten pro Tag.

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