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Rauchen ist bei Rheuma besonders schädlich

Patienten mit rheumatoider Arthritis sollten das Rauchen sein lassen, denn es kann die Beschwerden verschlimmern. (Foto: MM/Fotolia)Patienten mit rheumatoider Arthritis sollten das Rauchen sein lassen, denn es kann die Beschwerden verschlimmern. (Foto: MM/Fotolia)

Kein Raucher lebt gesund und dennoch können viele den Griff zur Zigarette nicht lassen. Für Patienten mit rheumatoider Arthritis ist dieses Laster allerdings besonders schädlich.

Sie haben oft mehr Schmerzen und brauchen mehr Medikamente. Auf diesen Zusammenhang hat der ärztliche Direktor des Rheumazentrums Herne, Professor Jürgen Braun, beim jüngsten Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie hingewiesen. Rauchen wirke sich nicht nur auf die Lunge aus, sondern auch auf das Immunsystem und die Gelenke, sagt Professor Braun.

Bei einer entzündlichen Rheumaerkrankung bildet das Immunsystem Antikörper, die die Zerstörung von körpereigenem Knorpelgewebe vorantreiben. Und Patienten, die rauchen, haben deutlich mehr dieser Antikörper im Blut als nichtrauchende Betroffene.

Darüber hinaus sorgt das Rauchen dafür, dass sich die Blutgefäße verengen. Das hat wiederum zur Folge, dass die Gelenkknorpel schlechter durchblutet werden. Wer eine familiäre Vorbelastung für eine rheumatoide Arthritis hat, könne sogar durch das Rauchen den Ausbruch der Krankheit beschleunigen.

Das Infarktrisiko steigt

Weil die wiederholten Entzündungsschübe nicht nur die Gelenke, sondern auch die Blutgefäße betreffen, erhöht sich für Rheumapatienten – rauchende wie nichtrauchende – darüber hinaus das Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu bekommen. „Patienten mit rheumatoider Arthritis haben ein 30 bis 60 Prozent höheres Risiko für diese Erkrankungen“, so Professor Braun. Ein Grund dafür sind auch die Ablagerungen in den Gefäßen (Arteriosklerose), zu der die Betroffenen verstärkt neigen.

Senken lässt sich dieses Erkrankungsrisiko nach Angaben von Professor Braun, indem frühzeitig mit Medikamenten behandelt wird. Am günstigsten sei es, die Behandlung spätestens drei Monate nach Auftreten der ersten Symptome zu beginnen. So könnte sowohl die fortschreitende Gelenkzerstörung gebremst, als auch das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko deutlich vermindert werden.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden bei Rheumapatienten übrigens zusätzlich durch Faktoren wie Übergewicht, erhöhte Blutfettwerte (Cholesterin), Bluthochdruck, Diabetes und eben das Rauchen begünstigt.

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