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Mit Hypnose zum Nichtraucher

In Trance können sich Raucher vorstellen, wie ein Leben ohne Zigarette aussehen könnte.In Trance können sich Raucher vorstellen, wie ein Leben ohne Zigarette aussehen könnte. Foto: Bilderbox

Der Wille zum Aufhören kann im Unterbewusstsein gestärkt werden

Viele Raucher würden gerne mit dem Rauchen aufhören. Eine Möglichkeit, die dabei helfen kann, ist die Hypnose.

Die meisten Raucher, die von der Zigarette loskommen möchten, haben bereits Vieles ausprobiert: Nikotinpflaster, Kaugummis oder auch Treffen in Selbsthilfegruppen.

„Am leichtesten ist es für diejenigen, die den allerersten Versuch starten, rauchfrei zu sein. Sie haben noch keine negativen Erfahrungen gemacht und gehen positiv auf die Veränderung ein“, sagt Diana Rill, Heilpraktikerin und Hypnosetherapeutin in Westerland auf Sylt. Sie bietet in ihrer Praxis Hypnosesitzungen zur Raucherentwöhnung an.

„Die Hypnose“, erläutert die Therapeutin, „macht den Klienten nicht willenlos, sondern zeigt ihm Alternativen aus seinem Unterbewusstsein, wie er dauerhaft rauchfrei werden kann.“

Ausführliche Anamnese

Vor der eigentlichen Hypnose steht zunächst ein ausführliches Anamnesegespräch. Darin wird geklärt, bei welchen Gelegenheiten am liebsten geraucht wird, wie hoch die Motivation zum Aufhören ist und welche Alternativen es zur Zigarette gibt. „Der Vorsatz mit dem Rauchen aufhören zu wollen, muss vom Klienten kommen“, sagt Diana Rill. Der Behandler unterstützt diesen Wunsch lediglich.

Um die Hypnose effektiv zu gestalten, führt die Therapeutin im Vorfeld einen Muskeltest (Kinesiologie) durch. Bei diesem Test werden innere Widerstände aufgespürt, (vielleicht möchte ja ein Teil in mir weiterrauchen?) und durch eine bestimmte Klopftechnik aufgelöst, sodass der Klient tatsächlich für eine Hypnose bereit ist.

Erst danach liegt er in einem Sessel, hört auf Wunsch Entspannungsmusik und lässt mithilfe der Therapeutin vor seinem inneren Auge Bilder entstehen, in denen er sich mal mit und mal ohne Zigarette erlebt. In Trance können bestimmte Momente, beispielsweise der Feierabend neu und rauchfrei erlebt werden. „Nach drei Sitzungen sind die meisten Klienten rauchfrei“, sagt die Hypnosetherapeutin.

Der Glaube versetzt Berge

Hypnose ist kein magisches Zaubermittel, sondern eine Technik, mit der der Klient in einen Trancezustand versetzt wird. Unerwünschte Verhaltensprogramme können dabei ausgetauscht werden. Die Aufmerksamkeit des Klienten konzentriert sich nur auf das Eine: mit dem Rauchen aufhören zu wollen.

„Wenn jemand unsicher ist oder zweifelt“, sagt Diana Rill, „wird er in meinen Sitzungen gefestigt.“ Er glaube danach an sich und seine Kraft, mit dem Rauchen aufhören zu können. „Der Glaube versetzt Berge.“

Rauchen findet im Kopf, aber auch emotional statt. Die positiven Gefühle, die dabei ausgeschüttet werden, können auch auf andere Weise hervorgerufen werden. Diese Möglichkeiten erlebt der Klient während der Hypnose-Sitzung und kann sich so leichter von der Zigarette verabschieden. Wichtig ist natürlich der Wille.

Hypnose ist inzwischen auch eine anerkannte Therapieform in der Psychotherapie, zum Beispiel bei Ängsten oder Lernstörungen.

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