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Mit dem Rauchen aufhören – aber wie?

Eine Verhaltenstherapie kann Rauchern helfen, sich aus ihrer Sucht zu befreien. (Foto: J. Dangoy/Fotolia)Eine Verhaltenstherapie kann Rauchern helfen, sich aus ihrer Sucht zu befreien. (Foto: J. Dangoy/Fotolia)

Mit dem Gedanken ans Aufhören hat fast jeder Raucher schon einmal gespielt. An erster Stelle steht dabei der feste Wille, nur dann kann ein Entzugsversuch auch erfolgreich sein. Weitere Tipps gibt es hier.

Ist der Wille da, sollten Betroffene zunächst die schlichteste aller Varianten ausprobieren: einfach aufhören. Die Schlusspunktmethode ist nach Expertenmeinung effektiver als das stetige Reduzieren. Grund: Wer über lange Zeit reduziert, verliert eventuell seine Motivation, ganz aufzuhören, und entdeckt einen neuen Genussfaktor an der Zigarette.

Wichtig: Suchthandlungen erkennen

Zur Unterstützung der Schlusspunktmethode haben sich verhaltenstherapeutische Maßnahmen durchgesetzt. Im Vordergrund steht dabei die Änderung der Suchtrituale.

Verhaltenstherapien werden von zahlreichen Kliniken, Ärzten, Psychotherapeuten, Krankenkassen oder Volkshochschulen angeboten. Sie bestehen aus ähnlichen Grundschemata: Am Anfang steht die Information über die Auswirkungen des Rauchens auf den Körper. Dann muss sich der Raucher bewusst werden, in welchen Situationen er zur Zigarette greift und warum. Ziel ist es, in „gefährdeten“ Momenten – zum Beispiel Stresssituationen oder negative Stimmung – einen Ersatz für die Suchthandlung zu finden. Möglich: Stattdessen einen Apfel essen, einen Kaugummi kauen oder ein Glas Wasser in kleinen Schlucken trinken.

Die Kosten für Entwöhnungskurse, die in Gruppen oder einzeln stattfinden, werden von vielen Krankenkassen zumindest teilweise erstattet. Hier lohnt es sich, nachzufragen!

Nikotinpräparate unterdrücken Entzugssymptome

Damit sich starke Raucher ganz auf das Verhaltenstraining konzentrieren können, unterdrücken Nikotinersatzpräparate mögliche Entzugserscheinungen. Nikotinkaugummis, -lutschtabletten und -pflaster sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Die Dosierung richtet sich danach, wie stark zuvor geraucht wurde. Hier kann am besten der Hausarzt eine Empfehlung abgeben. Zwar sind solche Präparate ungefährlich, aber nicht ganz ohne Nebenwirkungen. Herzkranke oder Schwangere sollten deshalb vor der Verwendung mit ihrem Arzt sprechen.

Welches Präparat letztendlich sinnvoll ist, kommt auf den Einzelfall an. Nikotinpflaster wirken über mehrere Stunden durch die Haut, während Kaugummis und Lutschtabletten akutes Verlangen schnell lindern. Der Nachteil der Letztgenannten: Vor dem Nikotinkick steht weiterhin eine Art Suchthandlung.

Neben den Nikotinersatzmitteln gibt es auch rezeptpflichtige Medikamente, die das Rauchverlangen unterdrücken, zum Beispiel mit den Wirkstoffen Bupropion oder Vareniclin. Sie haben allerdings stärkere Nebenwirkungen, weshalb die Einnahme ausführlich mit dem behandelnden Arzt besprochen werden sollte. Wichtig: Ohne eine Änderung des Suchtverhaltens nützen auch die besten Medikamente nichts!

Akupunktur, Hypnose & Co.

Inzwischen gibt es darüber hinaus zahlreiche alternative Behandlungsmethoden, die Rauchern eine wirksame Tabakentwöhnung versprechen: zum Beispiel Akupunktur, Hypnose, Homöopathie oder autogenes Training. Dass sie bei  der Entwöhnung tatsächlich helfen, ist wissenschaftlich noch nicht ausreichend belegt. Von Patientenseite gibt es unterschiedliche Erfahrungen – bei manchen positive, bei manchen negative. Im Zweifelsfall gilt der Grundsatz: Wer heilt, hat recht!

  • Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bietet unter unter (01805) 313131 eine telefonische Raucherberatung, das Deutsche Krebsforschungszentrum unter (06221) 424200.

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