Schebo

gesund durch DEUTSCHLAND

Informationen zur Gesundheit

Klinik, Geburtshaus oder Hausgeburt?

Wo soll das Baby zur Welt kommen – in der Klinik oder dem Geburtshaus? Diese Frage hängt vor allem von der persönlichen Einstellung ab. (Foto: Monkey Business/Fotolia)Wo soll das Baby zur Welt kommen – in der Klinik oder dem Geburtshaus? Diese Frage hängt vor allem von der persönlichen Einstellung ab. (Foto: Monkey Business/Fotolia)

Wenn Nachwuchs unterwegs ist, verändert das das ganze Leben. Viele Entscheidungen sind zu fällen, viele Vorbereitungen zu treffen. Auch der Ort, an dem das Baby zur Welt kommen soll, spielt für die Eltern eine wichtige Rolle.

Noch bis Mitte des vergangenen Jahrhunderts war die Hausgeburt die Regel, danach die medizinisch überwachte Geburt in einer Klinik. Auch heute noch entscheiden sich etwa 95 Prozent der Frauen für eine Geburt im Krankenhaus, aber auch Geburtshäuser haben Zulauf. Und manche Frau möchte ihr Kind gerne in der vertrauten Atmosphäre der eigenen Wohnung gebären. Bei der Entscheidung, wo man das Kind zur Welt bringen möchte, muss zunächst die Sicherheit für Mutter und Kind gewährleistet sein. Risikogeburten gehören in die Klinik, denn diese bietet optimale medizinische Versorgung und kann auf jede Komplikation während der Geburt sofort reagieren. Erstgebärende fühlen sich in einem gut ausgestatteten Kreißsaal meist gut aufgehoben.

Kliniken bieten auch Extras

Auch bemühen sich die Kliniken in der Regel, eine angenehme Atmosphäre zu schaffen, beispielsweise Wassergeburten zu ermöglichen und neben den klassischen Methoden zur Schmerzlinderung Alternativen wie Akupunktur oder Akupressur zu bieten. Verläuft die Geburt ohne Komplikationen, kann sie auch ambulant erfolgen. Das heißt: Die Frau kann die Klinik nach wenigen Stunden wieder verlassen. Manche junge Mutter wünscht sich dagegen eher, in den ersten Tagen nach der Geburt in der Klinik umsorgt zu werden.

Die etwa 100 Geburtshäuser, die es in Deutschland gibt, wollen Frauen eine möglichst natürliche, selbstbestimmte Geburt ermöglichen. Voraussetzung ist eine Schwangerschaft ohne Komplikationen. Stellt die Hebamme im Vorfeld der Geburt fest, dass es bei Mutter oder Kind zu Problemen kommen könnte, wird sie die Frau an eine Klinik verweisen. Bei  Komplikationen kann jedoch auch während der Geburt noch ein Wechsel ins Krankenhaus notwendig werden.

Im Geburtshaus bleibt die vertraute Hebamme

Bei einer Geburt im Geburtshaus oder zuhause muss im Notfall schnell ein Arzt zu erreichen sein. Viele Geburtshäuser arbeiten deshalb fest mit Ärzten zusammen. Während es in der Klinik passieren kann, dass die betreuende Hebamme unter der Geburt wechselt, bleibt die vertraute Hebamme im Geburtshaus stets an der Seite der Gebärenden. Eine schmerzlindernde Periduralanästhesie (PDA), bei der der Unterleib betäubt wird, ist bei der Hausgeburt oder im Geburtshaus allerdings nicht möglich.

Für eine Hausgeburt entscheiden sich nur wenige Frauen. Ist sie gewünscht, sollte in jedem Fall sichergestellt sein, dass eine Klinik in der Nähe erreichbar ist. Wer diesen Weg wählt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass im Notfall wertvolle Zeit durch die Fahrt ins Krankenhaus verloren gehen kann. Auf der anderen Seite steht der Wunsch nach einer Geburt ohne den Einsatz von Technik und Medikamenten.

Wenn die Entscheidung schwer fällt: Kliniken und Geburtshäuser bieten Besichtigungs- und Informationstermine an, bei denen man mit den Ärzten und Hebammen sprechen und die Räumlichkeiten ansehen kann. Und auch wenn man sich eigentlich schon für Geburtshaus oder Hausgeburt entschlossen hat – sollten die werdende Mutter kurz vor der Geburt noch Zweifel beschleichen, kann sie immer zur Klinik umschwenken.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Alle Felder, die mit * gekennzeichnet sind, müssen ausgefüllt werden!


*

NORGINE ´MOVIPREP`