Im Garten lauern Gifte
Eltern von Kleinkindern sollten darauf achten, keine giftigen Pflanzen im Garten anzusiedeln.
Darauf weist die Hamburger Aktion „Das sichere Haus“ (DSH) hin.
Weil Kinder im Krabbelalter die Welt entdecken, in dem sie viele Dinge anfassen, lutschen und schlucken, könne es bei manchen Pflanzen zu gefährlichen Vergiftungen kommen. Der Verein DSH hat deshalb einige Gartenpflanzen aufgelistet, von denen Kleinkinder ferngehalten werden sollten. Dazu gehören die folgenden:
- Blauer und gelber Eisenhut. Giftig sind vor allem Samen und Wurzeln.
- Bilsenkraut
- Engelstrompete
- Gemeine Eibe. Das rote Fruchtfleisch der Beeren ist nicht giftig, jedoch die Nadeln.
- Goldregen
- Herbstzeitlose. Sie ist leicht zu verwechseln mit Krokus oder Bärlauch.
- Oleander/Rosenlorbeer
- Rizinius/Wunderbaum. Giftig sind vor allem unzerkaute Samen.
- Stechapfel
- Tollkirsche
Ungefährlich sind dagegen die Kornblume, Cosmea, Tränendes Herz, Kresse, Lavendel und Lilienarten – ebenso Zierkirsche und Forsythien.
Bei Verdacht viel Wasser trinken
Wenn Eltern den Eindruck haben, dass das Kind kritische Pflanzen gegessen hat, sollten sie ihm zur Vorsicht viel stilles Wasser zum Trinken geben, um etwaige Giftstoffe im Körper zu verdünnen. Der DSH rät außerdem, Medizinkohle im Apothekenschrank bereit zu halten. Sie bindet die Gifte an sich. Wer an seinem Kind Vergiftungserscheinungen bemerkt – zum Beispiel Benommenheit – sollte sofort einen Notarzt (112) rufen oder ins Krankenhaus fahren.
Tipps rund um das Thema Vergiftungen gibt es auf der CD-Rom „Achtung! Giftig!“, die bei der Aktion „Das sichere Haus“ gegen Einsendung von drei Euro in Briefmarken bestellt werden kann (DSH, Stichwort „CD-Rom“, Holsteinischer Kamp 62, 22081 Hamburg).


