Gebärmutterhalskrebs: Sie können sich schützen
Informieren Sie sich über die Hintergründe der Entstehung und Vermeidung von Gebärmutterhalskrebs
In Deutschland erkranken pro Jahr etwa 7.000 Frauen an Gebärmutterhalskrebs, ca. 1.700 sterben daran. Einer der Hauptgründe liegt an der mangelnden Akzeptanz der gynäkologischen Krebsvorsorge unter den Frauen. Nur ca. 50% aller Frauen nehmen das kostenfreie Angebot der gesetzlichen Krankenkassen in Anspruch. Das ist besonders bedauerlich, denn gerade diese Krebsform, die von Zellen am Muttermund ausgeht, ist in seinen Krebsvorstufen sehr gut frühzeitig erkennbar und dadurch auch vermeidbar.
Hauptursache für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs
Eine der Hauptursachen für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs sind sexuell übertragbare humane Papillomviren (HPV). Unter den vielen verschiedenen HPV-Typen gibt es einige, die als Hochrisiko-Virustypen eingestuft werden. Diese Virustypen spielen bei der Entstehung des Gebärmutterhalskrebses eine entscheidende Rolle. Bei 99% der Frauen mit Krebsvorstufen oder Krebs des Gebärmutterhalses können diese HPV Hochrisiko-Virustypen nachgewiesen werden. Wichtig ist allerdings zu wissen, dass der Nachweis des HPV Virus keinen Aufschluss darüber gibt, ob man Krebsvorstufen oder Krebs des Gebärmutterhalses hat. Dies ist einzig und allein mit der Untersuchung der durch den gynäkologischen Abstrich entnommenen Zellen sicher möglich.
Wie kann man sich schützen?
Die jährliche gynäkologische Krebsvorsorge mit dem Pap-Test ist auch im Zeitalter der HPV-Impfung nach wie vor die wichtigste Methode, sich vor Gebärmutterhalskrebs zu schützen. Ein einfacher Abstrich, im Rahmen einer üblichen gynäkologischen Untersuchung vom Frauenarzt entnommen, lässt eine Beurteilung der Zellen am Muttermund zu. Dieses Verfahren wird als „Pap-Test“ bezeichnet und schon seit über 30 Jahren angewendet. In der praktischen Routine ergeben sich allerdings auch einige Probleme und Fehlermöglichkeiten, die seine Zuverlässigkeit einschränken. Mit neueren Testverfahren ist es jedoch möglich, diese Fehlerquellen zu beseitigen.


