Gebärmutterhalskrebs ist vermeidbar
Informieren Sie sich über Früherkennungsmethoden. Machen Sie mit!
Test-Methoden zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs
Seit Jahren war das Thema Gebärmutterhalskrebs in den Medien nicht mehr so präsent, wie zurzeit. Überall werden Sie mit den verschiedensten Testmethoden und Testnamen konfrontiert und wissen dennoch nicht, für welches Testverfahren Sie sich bei der nächsten Vorsorgeuntersuchung entscheiden sollen. Wir möchten Ihnen helfen, für sich den richtigen Test zu finden.
Der HPV-Test
Verantwortlich für die Entstehung des Gebärmutterhalskrebses sind Hochrisiko Humane Papillom Viren. Diese Viren kann man mit einem HPV-Test nachweisen. Dieser ist aber laut Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) als Vorsorgetest ungeeignet , da er lediglich eine Infektion, nicht aber eine Erkrankung nachweist. 97% der infizierten Frauen entwickeln keinen Gebärmutterhalskrebs (Deutsche Krebsgesellschaft 1/2006), da ihr Immunsystem die Infektion alleine kontrolliert. Nur die zytologische Untersuchung (Pap-Test) ist als Gebärmutterhalskrebs-Screening zugelassen. Mit der Zytologie kann man Zellen und Zellveränderungen sicher erkennen.
Der Pap-Test und seine Grenzen
Der herkömmliche Pap-Test ist seit seiner Einführung die erfolgreichste Früherkennungsmethode. Dennoch geht die Zahl der Gebärmutterhalskrebs-Neuerkrankungen seit Jahren nicht mehr zurück. Ursachen sind zum einen, dass nur ca. 50% der Frauen an dem gesetzlichen Vorsorgeprogramm teilnehmen, zum anderen die mangelnde Sensitivität des herkömmlichen Pap-Tests. Diese beruht zum großen Teil auf einer nicht ausreichenden Zellaufbereitung der beim Pap-Test abgenommenen Zellen. Mit einem Abnahmestäbchen werden Zellen oft nur von einem Teil des Gebärmuttermundes entnommen und auf den Objektträger aufgestrichen. Verdächtige Zellen, die sich möglicherweise an einer anderen Stelle des Gebärmuttermundes, als der Abgenommenen entwickeln, können somit übersehen werden. Auch können nicht alle abgenommenen Zellen beim Pap-Test auf den Objektträger aufgestrichen werden und folglich können wichtige Informationen verloren gehen. Mit neueren Testverfahren ist es jedoch möglich, diese Fehlerquellen zu beseitigen.
Impfen gegen Gebärmutterhalskrebs Die Ständige Impfkommission des Robert Koch Instituts (STIKO) empfiehlt, Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren gegen Gebärmutterhalskrebs zu impfen. Nur für diese Altersgruppe liegen gesicherte Daten vor, dass die Impfung über einen Zeitraum von fünf Jahren zu ca. 70% vor einer Infektion der krebsauslösenden Viren schützt. Die meisten gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten der Impfung für die von der STIKO empfohlene Altersklasse. Die Impfung gegen HPV Viren ersetzt jedoch nicht die Vorsorgeuntersuchung. Die jährliche gynäkologische Krebsvorsorge (am besten mit neueren Pap-Test Verfahren) ist daher nach wie vor die wichtigste Methode sich vor Gebärmutterhalskrebs zu schützen. Soll man vor der Impfung einen HPV-Test durchführen lassen? Nein! Nach derzeitigem Kenntnisstand ist der HPV-Test vor der Impfung nicht notwendig, da auch bei positivem Test-Ergebnis eine Impfung durchgeführt werden kann (Aussage HPV-Management Forum, STIKO und Berufsverband der Frauenärzte).

