Hebammen: Babys erste Begleiter
Vor und nach der Geburt werden Schwangere und ihre Babys von Hebammen begleitet. (Foto: Muro/Fotolia) Während der Schwangerschaft und nach der Geburt tun sich viele Fragen auf. Hebammen bieten Schwangeren eine Rundum-Begleitung.
Schon im frühen Stadium der Schwangerschaft ist es sinnvoll, den Kontakt zu einer Hebamme zu suchen. Denn sie berät Schwangere über die Betreuung beim Frauenarzt hinaus zu Themen wie Ernährung und Lebensweise in der Schwangerschaft, Sexualität und soziale Hilfen und unterstützt werdende Mütter bei Fragen, Problemen oder Ängsten.
Die Zeit vor der Geburt
Die meisten Leistungen der Hebammenhilfe werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, sodass den Schwangeren dafür keine extra Kosten entstehen. Was viele Frauen nicht wissen: Hebammen sind auch berechtigt, die Schwangeren-Vorsorgeuntersuchungen durchzuführen – mit Ausnahme des Ultraschalls. Dazu gehören nach Angaben des Deutschen Hebammen Verbands zum Beispiel die allgemeine Beratung, Gewichts- und Blutdruckmessung, Urintests sowie das Feststellen der Lage und der Herztöne des Kindes.Die Hebamme ist Ansprechpartnerin bei Schmerzen und anderen Beschwerden, die mit der Schwangerschaft zusammenhängen, und bereitet in speziellen Kursen die Mütter – auf Wunsch auch die Väter – auf die Geburt und das Leben mit dem Nachwuchs vor. Frauen lernen in solchen Kursen auch Atem- und Entspannungsübungen, die die Geburt erleichtern sollen.Wer sich für eine Hausgeburt oder ein Geburtshaus entscheidet, sollte sich auf jeden Fall frühzeitig mit einer Hebamme oder dem Geburtshaus in Verbindung setzen, um hier die richtige Unterstützung zu erhalten.
Die Zeit nach der Geburt
Die Hebamme spielt allerdings nicht nur vor der Geburt eine wichtige Rolle, sondern auch danach. In den ersten Lebenstagen und -wochen begleitet sie die junge Familie und gibt besonders für Erstgebärende wichtige Tipps zum Umgang mit dem Kind und auch zum Stillen beziehungsweise der Säuglingsernährung im ersten Lebensjahr. Die Still- und Ernährungsberatung ist eine der Kernkompetenzen der Hebammen nach der Geburt.Sie beobachten die Entwicklung und das Verhalten des Kindes und geben der Mutter darüber hinaus Anleitung zur Rückbildungsgymnastik. Selbige ist etwa vier bis sechs Wochen nach der Geburt notwendig, um die überdehnten Bauch- und Beckenbodenmuskeln wieder in Form zu bringen und Inkontinenzprobleme zu vermeiden.Gesetzliche Krankenkassen übernehmen laut dem Bund freiberuflicher Hebammen Deutschlands folgende Leistungen:
- die Beratung
- die Schwangeren-Vorsorgeuntersuchungen
- Hilfe bei Beschwerden wie etwa vorzeitigen Wehen
- Geburtsvorbereitung
- Geburtshilfe im Krankenhaus, Geburtshaus oder zuhause
- Betreuung im Wochenbett
- Still- und Ernährungsberatung
- Rückbildungsgymnastik
Darüber hinaus bieten viele Hebammen Leistungen wie Schwangerschaftsgymnastik, Stillgruppen, Babyschwimmen oder Babymassage an. Nicht zuletzt ist die Betreuung in Hebammenkursen für werdende Mütter eine gute Möglichkeit, um Kontakt zu Gleichgesinnten zu knüpfen.

