Gene beeinflussen Chemotherapie-Erfolg
(dbp/cwr) Lässt sich der Erfolg einer Chemotherapie bei Darmkrebs vorhersagen?
(dbp/cwr) Lässt sich der Erfolg einer Chemotherapie bei Darmkrebs vorhersagen? Wenn es nach einem Team internationaler Wissenschaftler geht, könnte die Antwort in Zukunft ‚ja’ lauten. Das teilt die Ruhr-Universität Bochum (RUB) auf ihrer Internetseite mit. Sie ist auch an dem Projekt beteiligt.
Die Forscher fanden heraus, dass eine bestimmte Veränderung des Gens TFAP2E damit zusammenhängt, ob ein Patient auf eine Chemotherapie anspricht oder nicht. Das belegten sie in einer Studie, an der 200 Probanden beteiligt waren, für das Medikament 5-Fluorouracil. Die Wissenschaftler wiesen nach, dass diejenigen Teilnehmer resistent gegen das Chemotherapeutikum waren, deren TFAP2E-Gen besonders stark methyliert war. Bei der sogenannten Methylierung heftet ein Enzym Methyl-Gruppen an einen Baustein der DNA – das Cytosin – und beeinflusst so die Aktivität von Genen. Die Ärzte hoffen jetzt, anhand dieses Markers den Erfolg einer Chemotherapie künftig besser abschätzen und Patienten gezielter behandeln zu können. Um das zu erreichen, wollen die Wissenschaftler testen, ob sich aus der Studie ein verlässliches Anzeichen für den Klinikalltag ableiten lässt.
An den Forschungen beteiligt sind das RUB-Institut für Pathologie am Berufsgenossenschaftlichen Universitätsklinikum Bergmannsheil und die Medizinische Klinik des Universitätsklinikums Knappschaftskrankenhaus Bochum. Das Team um Prof. Dr. Matthias Ebert von der Medizinischen Klinik der Universitätsmedizin Mannheim leitet das Projekt. Die Wissenschaftler kooperieren mit der Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie (AIO) der Deutschen Krebsgesellschaft.

