Füße: Die Hornhaut in Schach halten
Regelmäßige Fußbäder helfen, die Hornhaut aufzuweichen. So kann sie mittels Bimsstein oder Feile schonend entfernt werden. (Foto: Anfor/Fotolia) Schwielen entstehen oft durch unbequeme Schuhe.
Hornhaut ist eigentlich eine gute Erfindung, denn sie dient dem Schutz der Füße. Nur wenn sie sich ungebremst bildet, wird es unschön: Dann trocknet die Haut aus und kann reißen. So weit muss es aber nicht kommen, wenn die Füße das nötige Anti-Hornhautprogramm bekommen. Die Hornhaut schützt das tiefer liegende Gewebe an den Füßen. Sie bildet sich gerne durch Druck, weshalb besonders Frauen über verstärkte Hornhautbildung klagen, wenn sie enge, schlecht sitzende oder sehr hohe Schuhe tragen. Auch barfuß in Schuhen zu gehen fördert die Hornhautbildung. Gleiches gilt für langes Stehen und Gehen in unbequemem Schuhwerk.
Verstärkt bildet sich Hornhaut in der Regel an den Druckpunkten wie Ballen, Zehen und Fersen. Wuchert sie zu stark, entstehen Schwielen, die zu unangenehmen Hautrissen führen können. Bleiben diese wiederum unbehandelt, entzünden sie sich und müssen medizinisch behandelt werden.
Pflege schützt vor übermäßiger Bildung
Doch Hornhaut ist kein Schicksal, dem man sich tatenlos hingeben muss. Sind die Füße stark betroffen, empfiehlt sich zur Grundpflege der Weg in die Praxis eines Fußpflegers. Die Fachkraft entfernt mithilfe technischer Geräte besonders sorgfältig alle Verhornungen, Schwielen und Hühneraugen. So kann zum Beispiel unangenehmer Druckschmerz gelindert werden.
Wer seine Füße regelmäßig mit den passenden Produkten pflegt, kann überschüssiger Verhornung auch zuhause effektiv entgegen wirken. Dazu die Füße ein bis zwei Mal pro Monat in lauwarmem Wasser mit einem pflegenden Fußbadzusatz verwöhnen. Zehn Minuten darin verweilen, dann ist die Haut gut aufgeweicht und lässt sich mit Bimsstein oder einer Hornhautfeile schonend entfernen. Hornhaut sollte nicht weggeschnitten werden, sonst wächst sie verstärkt nach. Ebenfalls nicht an Verhornungen gehören Hornhauthobel und Rasierklinge, denn hier sind Verletzungen vorprogrammiert. Anschließend die Füße gründlich abtrocknen und mit einer pflegenden Fußcreme versorgen.
Besondere Aufmerksamkeit für Diabetikerfüße
Damit keine übermäßig neue Hornhautbildung in Gang gesetzt wird, sollten die Füße täglich eingecremt werden. Spezielle Produkte enthalten Urea (Harnstoff) oder Glycerin und Pflanzenöle, um der Haut Fett und Feuchtigkeit wiederzugeben. Wenig sinnvoll ist es, Körperlotion an die Füße zu geben, da sie eine andere Zusammensetzung hat und nicht auf die Bedürfnisse der Fußhaut abgestimmt ist.
Ein Sonderfall in Sachen Hornhaut sind Diabetiker. Bei Patienten mit fortgeschrittener Erkrankung ist häufig die Schmerzempfindung und Schweißbildung an den Füßen gestört. Ist Letzteres der Fall, wird die Haut trocken, schuppig und neigt zu sehr starker Hornhautbildung. Deshalb ist es für Menschen mit Diabetes sehr wichtig, dass sie ihre Füße regelmäßig selbst inspizieren, vom Arzt untersuchen lassen und täglich spezielle Fußpflegeprodukte anwenden.

