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Die Reha hilft Lungenpatienten, wieder besser durchzuatmen

Frei durchatmen, das wünschen sich alle Lungenpatienten. Eine Rehabilitation kann helfen, besser mit den Beschwerden umzugehen. (Foto: Contrastwerkstatt/Fotolia)Frei durchatmen, das wünschen sich alle Lungenpatienten. Eine Rehabilitation kann helfen, besser mit den Beschwerden umzugehen. (Foto: Contrastwerkstatt/Fotolia)

Wer unter einer chronischen Verengung der Atemwege (COPD) leidet, muss lernen, mit der Krankheit zu leben und zu verhindern, dass sich die Symptome verschlechtern. Eine spezielle Rehabilitation kann dabei helfen.

Chronisch obstruktive Lungenerkrankungen, kurz COPD, lautet der medizinische Fachbegriff für Krankheitsbilder, bei denen die Bronchien chronisch entzündet oder die Lungenbläschen geschädigt sind. Beides erschwert die Atmung. COPD-Patienten brauchen eine lebenslange Therapie, denn die Erkrankung ist nicht heilbar. Klassische Bausteine der Behandlung sind Medikamente, die die Atemwege weiten und Entzündungen hemmen. Die Deutsche Lungenstiftung empfiehlt darüber hinaus körperliches Training, am besten in speziellen Lungensportgruppen. Denn wer sich zu sehr schont, verstärkt seine Kurzatmigkeit nur noch mehr. Außerdem ist es sinnvoll, Atemwegsinfekte soweit möglich zu vermeiden – zum Beispiel durch eine Grippeschutzimpfung im Herbst, eine Impfung gegen Pneumokokken (Lungenentzündung) und die Stärkung der Abwehrkräfte durch eine gesunde Lebensweise.

Bestandteile einer Rehabilitation

Wer trotz der Behandlung beim Haus- oder Facharzt stark unter der Krankheit, beziehungsweise den Symptomen, leidet, für den kann eine lungenspezifische (pulmonale) Rehabilitation sinnvoll sein. Gleiches gilt für jene, deren Gesundheitszustand sich akut verschlechtert und die ohne Eingreifen drohen, in die Pflegebedürftigkeit abzurutschen.

Je nach Gesundheitszustand und Behandlungsziel kann eine solche Rehabilitation individuell ganz unterschiedlich aussehen. Dennoch gibt es typische Bestandteile. Dazu gehört vor allem eine Rauchentwöhnung, denn das Rauchen ist eine der Hauptursachen für das Entstehen einer chronischen Atemwegsverengung. Außerdem bieten die Rehakliniken ein individuell angepasstes körperliches Training, um die Atemmuskulatur zu stärken; Physio- und Ergotherapeuten üben mit dem Patienten Atem- und Hustentechniken sowie Körperhaltungen, die die Atmung erleichtern.

Weniger Krankenhausaufenthalte

Neben der körperlichen Ebene gehört auch eine umfassende Beratung (Patientenschulung) zur Rehabilitation. Denn wer über seine Krankheit ausreichend Bescheid weiß, wer  Verschlechterungen frühzeitig erkennt, wer weiß, welches Medikament in welcher Situation am besten wirkt, wie Inhalationsgeräte benutzt werden und worauf bei Freizeitaktivitäten zu achten ist, kann den Alltag trotz Einschränkung besser meistern. Manchmal ist auch eine Berufs- oder eine psychosoziale Beratung im Rahmen der Rehabilitation sinnvoll.

Dass eine pulmonale Rehabilitation Erfolge bringen kann, ist wissenschaftlich erwiesen. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat die vorhandene Studienlage analysiert und kommt zu dem Ergebnis, dass eine individuell zugeschnittene Reha die Zahl der Krankenhausaufenthalte senken und die Lebenserwartung der Patienten erhöhen kann.

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