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Der wirksame Schutz vor Hepatitis

Der Impfschutz gegen Hepatitis A und B ist besonders bei Auslandsreisen wichtig. (Foto: Sven Hoppe/Fotolia)Der Impfschutz gegen Hepatitis A und B ist besonders bei Auslandsreisen wichtig. (Foto: Sven Hoppe/Fotolia)

Gegen Hepatitis A und B gibt es Impfungen – bei Typ C heißt es: vorsichtig sein.

Schutz vor Hepatitis A und B bietet primär eine kombinierte Impfung. Gegen Hepatitis A sollten sich vor allem Personen impfen, die Reisen in Risikogebiete – etwa Afrika oder Asien – planen. Im Zweifelsfall lohnt es sich, beim Auswärtigen Amt aktuelle Impfempfehlungen zu erfragen.

Da die Viren in hoher Konzentration in Meeresfrüchten vorkommen können, empfiehlt sich eine Impfung ebenso für alle, die gerne Muscheln oder Krabben essen. Auch wer regelmäßig mit fremdem Blut oder Fäkalien in Kontakt kommt – beispielsweise Krankenpfleger, Kinderbetreuer oder Arbeiter in Kläranlagen – sollte sich impfen lassen. Ansonsten gilt für Hepatitis A, was bei allen Auslandsreisen angeraten ist: Wenn die hygienischen Bedingungen fragwürdig sind, sollte man Wasser immer abkochen und keine rohen Speisen oder ungeschältes Obst essen.

Geimpft wird bei Hepatitis in drei Dosen: In der Regel einmal, dann nach einem Monat und erneut nach einem halben Jahr. Die Immunisierung schützt etwa zehn Jahre vor einer Ansteckung und sollte dann erneuert werden. Wenn Sie nicht sicher sind, ob Sie noch Impfschutz haben, ziehen Sie Ihren Arzt zu Rate.

Kondome schützen nicht hundertprozentig

Auf die Impfung gegen Hepatitis B legen die Experten besonderen Wert: Dieser Typ wird besonders leicht verbreitet und kann einen schweren Verlauf nehmen. Die höchste Ansteckungsgefahr besteht bei häufig wechselnden Geschlechtspartnern – dem Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) zufolge ist in Deutschland die Neuinfektionsrate bei den 25- bis 29-Jährigen am höchsten.

Hundertprozentigen Schutz vor einer Ansteckung gewährt auch die Verwendung von Kondomen nicht, denn die Viren sind selbst im Speichel für eine Übertragung ausreichend vorhanden. Ein Kuss oder auch nur die gemeinsame Verwendung einer Zahnbürste reichen für eine Ansteckung. Die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts empfiehlt daher die generelle Impfung aller Bürger bis zum 18. Lebensjahr. Ziel dieser Empfehlung ist es, die gefährliche Krankheit durch eine hohe Immunitätsrate auszurotten.

Übertragung von Mutter zu Kind

Besonders tückisch ist, dass eine mit Hepatitis B infizierte Mutter bei der Geburt leicht die Krankheit an ihr Kind weitergeben kann. Daher ist es üblich, werdende Mütter aufentsprechende Viren oder Antikörper zu untersuchen. Ist das Risiko bekannt, kann eine Ansteckung des Kindes meist verhindert werden. Die Behandlung durch Immunisierung beginnt dann bereits unmittelbar nach der Entbindung.

Hepatitis C ist weniger aggressiv als Typ B. Sie wird hauptsächlich über das Blut übertragen. Eine Ansteckung über sexuellen Kontakt ist zwar selten, den Experten zufolge allerdings nicht auszuschließen. Bislang konnte allerdings noch keine Impfung entwickelt werden – der BDI rät daher zu folgenden Schutzmaßnahmen:

  • Bei häufig wechselnden Sexualpartnern sollten immer Kondome verwendet werden.
  • Injektionsutensilien bei Drogenkonsumenten müssen immer steril sein.
  • Kontakt mit virushaltigen Substanzen sollte vermieden werden, etwa mit Mundschutz und Handschuhen.
  • Hygiene ist wichtig: Nach Kontakt mit Betroffenen sollten die Hände desinfiziert werden.
  • Gegenstände, die mit Körperflüssigkeiten wie Blut oder Speichel in Kontakt kommen könnten, dürfen nicht gemeinsam verwendet werden.

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