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Informationen zur Gesundheit

Den Wechsel ins Heim gründlich vorbereiten

Der Leistungsumfang von Seniorenheimen kann sehr unterschiedlich sein. Betroffene sollten sich darüber frühzeitig informieren.Der Leistungsumfang von Seniorenheimen kann sehr unterschiedlich sein. Betroffene sollten sich darüber frühzeitig informieren.

Bei Senioren- oder Pflegeheimen ist es wie bei ambulanten Diensten: Es gibt gute und weniger gute. Deshalb ist es wichtig, sich frühzeitig zu informieren.

Einen Anhaltspunkt über die Qualität eines Heims bieten die Pflegenoten, die der Medizinische Dienst der Krankenkassen seit 2009 für alle Pflegeeinrichtungen vergibt. Allerdings sollten sich Angehörige und Betroffene das Heim der Wahl unbedingt auch persönlich ansehen. Denn Heim ist nicht gleich Heim:

  • Da gibt es zum einen die Seniorenwohnheime beziehungsweise Altenwohnheime, in denen die Bewohner in eigenen Appartments mit eigener Küche leben, aber auch die Gelegenheit haben, zum Beispiel am Gemeinschaftsessen teilzunehmen.
  • Seniorenheime (Altenheime) sind für Menschen gedacht, die keinen eigenen Haushalt mehr führen können. Hier wird eine hauswirtschaftliche und bei Bedarf pflegerische Unterstützung geboten.
  • Am intensivsten betreut werden die Bewohner von Pflegeheimen, die hier in Einzel- oder Doppelzimmern leben und umfassend gepflegt werden.

Viele Einrichtungen bieten eine Kombination aus allen drei Betreuungstypen an, sodass auch im Fall, dass sich die Gesundheit eines Bewohners verschlechtert, kein Umzug nötig ist. Bevor ein Heim gesucht wird, sollten sich Betroffene und Angehörige darüber klar werden, welche Leistungen das Heim bringen soll.

Kleiner Preis heißt nicht gleich schlechte Leistung

Nach Angaben der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) gibt es in Bezug auf Ausstattung und Leistung der Heime in Deutschland riesige Unterschiede – vom annähernden Hotelbetrieb bis zur reinen Versorgungsanstalt. Sich das Heim im Vorfeld anzusehen und den Preis mit der gebotenen Leistung zu vergleichen ist also unerlässlich. Dabei muss ein kleiner Preis laut BAGSO nicht zwingend für eine schlechte Leistung sprechen und umgekehrt.

Besonders in Heimen mit gutem Ruf gibt es oft Wartezeiten, deshalb sollte man sich mit diesem Thema schon frühzeitig beschäftigen. Wer erst daran denkt, wenn der Pflegefall eintritt, muss sich schnell für das erstbeste Heim entscheiden und kann enttäuscht werden.

Die Finanzierungsfrage klären

Entscheidend ist auch die Frage der Finanzierung. Betroffene beziehungsweise Angehörige sollten sich überlegen, ob Rente, Eigenkapital und eventuelle Leistungen aus der  Pflegeversicherung für die Bezahlung des Wunsch-Heims ausreichen. Eine Beratung zu den Leistungen aus der Pflegeversicherung gibt es bei den Pflegekassen.

Reicht das vorhandene Geld nicht aus, können Zuschüsse beim Sozialamt beantragt werden. Zuvor prüft die Behörde allerdings, ob nicht etwa Ehepartner oder Kinder für die Kosten aufkommen können, wie die Landesstelle für Pflegende Angehörige in Nordrhein-Westfalen zu bedenken gibt.

Frühzeitig informieren

Wichtig: Ausschau halten nach einem geeigneten Pflegeheim sollten auch Senioren, die zuhause gepflegt werden – oder vertretungsweise die Angehörigen. Schließlich kann es immer passieren, dass die Pflegenden selbst krank werden oder die Pflegebedürftigkeit ein Maß erreicht, dem man zuhause nicht mehr gerecht werden kann.

Ob sich ein Pflegebedürftiger dann „abgeschoben“ fühlt oder nicht, liegt immer am Verhalten und vor allem an der Offenheit der Angehörigen.

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