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Das richtige Pflegeheim finden

Pflege, SeniorenSteht der Umzug ins Pflegeheim an, sollten die individuellen Bedürfnisse vorher klar sein. (Foto: Monkey Business/Fotolia)

Ein Umzug ins Pflegeheim heißt nicht gleich Abstellgleis – obwohl das vielen Senioren so scheint.

Doch mal ehrlich: Als Pflegebedürftiger zuhause von einer Großfamilie umgeben zu sein, ist vielen nicht vergönnt. Deshalb sollte man sich ehrlich fragen, ob ein Senioren- oder Pflegeheim in Bezug auf die Kontaktaufnahme zu anderen sowie Angebote für die Tagesgestaltung nicht die attraktivere Variante ist – ganz abgesehen von der pflegerischen Leistung vor Ort. Dennoch: Der Umzug in eine Pflegeeinrichtung muss gut geplant werden. Schließlich soll man sich in der neuen Wohnstätte lange wohlfühlen.

Zunächst muss entschieden werden, wo man künftig wohnen will: in der angestammten Region, der nächstgrößeren Stadt oder ganz woanders, etwa in der Nähe der Kinder? In ländlichen Gebieten ist die Auswahl an Pflegeheimen oft überschaubar, in Großstädten und Ballungsräumen sieht das schon anders aus.

Schritt 1: Adressen besorgen

Steht der Wunsch-Wohnort fest, ist der erste Schritt, sich Adressen zu besorgen. Die Pflegekassen sind gesetzlich verpflichtet, ihren Mitgliedern eine Pflegeberatung anzubieten – dazu gehört auch die Information über Wohn- und Betreuungsmöglichkeiten in der Region. Einige große Kassen haben Internet-Datenbanken für die Pflegeheimsuche aufgebaut (etwa: www.aok-pflegeheimnavigator.de; www.bkk-pflege.de; www.pflegelotse.de). Wer selbst keinen Internetanschluss hat, kann Kinder, Enkel oder Freunde bitten, bei der Recherche zu helfen.

Schritt 2: Die persönliche Wunschliste

An das künftige Zuhause hat jeder andere Ansprüche. In erster Linie zählt natürlich, dass die Betreuung vor Ort dem Gesundheitszustand gerecht wird. Wer noch recht fit ist, für den ist eventuell ein betreutes Wohnen mit eigener Wohnung oder eine Wohngruppe interessant. Wer Pflege rund um die Uhr benötigt, braucht wahrscheinlich keine eigene Küche.

Grundsätzlich raten die Verbraucherzentralen, sich vor dem Umzug eine persönliche Wunschliste anzufertigen. Wer spezielle Hobbys hat, möchte sie sicher auch in der Pflegeeinrichtung weiter ausführen. Anderen sind Kulturangebote, Geschäfte und Arztpraxen in der Umgebung wichtiger oder, dass Angehörige die Einrichtung mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen. Tipps für die Wunschliste gibt es im Internet unter www.weisse-liste.de/pflegeheim.

Schritt 3: Die Qualität prüfen

Letztendlich sollte das erwählte Heim eine gute Qualität bieten. Hinweise darauf geben die Pflegenoten (auch: Pflege-TÜV) aus der Qualitätsprüfung des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK). Sie sind im Internet einsehbar und müssen in der Einrichtung offen aushängen. Darüber hinaus können beim Besuch vor Ort andere Bewohner befragt werden. Eventuell bietet sich dazu die Teilnahme am gemeinsamen Mittagessen oder ein Aufenthalt in der Kurzzeitpflege an.

  • Tipp: Die Verbraucherzentralen raten, sich frühzeitig zu informieren und eventuell im Wunschheim auf die Warteliste setzen zu lassen. Denn nicht immer ist gerade dann ein Platz frei, wenn man ihn braucht.

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