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COPD: Der Engpass in der Lunge

Rauchen ist einer der Hauptgründe für chronische Lungenerkrankungen – etwa die Hälfte der älteren Raucher haben eine COPD. (Foto: pix4U/Fotolia)Rauchen ist einer der Hauptgründe für chronische Lungenerkrankungen – etwa die Hälfte der älteren Raucher haben eine COPD. (Foto: pix4U/Fotolia)

Raucher sind für chronische Entzündungen der Bronchien besonders anfällig.

Beim Treppensteigen bleibt die Luft weg, der Atem pfeift und im Hals sitzt ein ständig wiederkehrender Hustenreiz: Nehmen solche Beschwerden allmählich zu, sollten die Betroffenen ärztlichen Rat holen. Der Grund: Es könnte sich um eine chronische Entzündung der Bronchien und/oder eine Schädigung der Lungenbläschen handeln – Diagnosen, die unter dem sperrigen Begriff chronisch obstruktive Lungenerkrankungen, (englisch: chronic obstructive pulmonary disease, kurz COPD) zusammengefasst werden. Der Begriff obstruktiv steht dabei für eine Verengung der Atemwege. COPD ist nicht zu verwechseln mit Asthma, bei dem oft eine allergische Reaktion vorausgeht.

Typische Symptome sind täglicher Husten, das Abhusten von Schleim, Atemnot bei körperlicher Belastung und häufige Erkältungen. Sind die Bronchien chronisch entzündet, schwellen sie an, verschleimen und lassen weniger Luft hindurch. Bei zerstörten Lungenbläschen kann beim Atmen weniger Sauerstoff aufgenommen werden als im gesunden Zustand.

Kaum bekannt, aber weit verbreitet

Obwohl der Name COPD wenig bekannt ist, sind solche chronischen Lungenleiden weit verbreitet: Die Deutsche Lungenstiftung gibt an, dass etwa zehn bis 15 Prozent der Bevölkerung darunter leiden. Die häufigsten Ursachen sind entweder eine Bronchitis, die nicht richtig ausheilt und deshalb chronisch wird, eine ständige Luftverschmutzung am Arbeitsplatz oder – laut Lungenstiftung in etwa 80 Prozent der Fälle – das Rauchen.

Das Problem: Häufig halten Betroffene die Symptome anfangs lediglich für einen Infekt oder den vermeintlich harmlosen Raucherhusten. Bis zu 50 Prozent der älteren Raucher haben eine COPD, also eine sogenannte Raucherlunge, teilt der Bundesverband der Pneumologen mit. Auch regelmäßige Passivraucher haben ein höheres Erkrankungsrisiko als jene, die sich überwiegend in einem rauchfreien Umfeld bewegen.

Eine Therapie bremst den Verlauf

Heilbar ist eine COPD nicht, denn einmal zerstörte Lungenstrukturen sind nicht wiederherstellbar. Allerdings ist es möglich, den Verlauf zu bremsen – ohne Therapie können sich die Symptome nach Angaben der Deutschen Lungenstiftung langfristig deutlich verschlechtern. Das führt teilweise sogar dazu, dass Betroffene zum Pflegefall werden, weil sie wegen der zunehmenden Atemnot bestimmte Alltagstätigkeiten nicht mehr alleine ausführen können.

Wer sich aber frühzeitig ärztliche Hilfe sucht und seinen Lebenswandel anpasst, kann die Krankheit meist gut in den Griff bekommen. Es gibt Medikamente, die die Atemwege weiten, spezielle Krankengymnastik, mithilfe derer die Körperhaltung verbessert wird, sowie hilfreiche Atem- und Hustentechniken. Wichtig ist natürlich der Verzicht auf schädliche Umwelteinflüsse wie Zigarettenrauch.

Tipp:

Wer an einem auf COPD zugeschnittenen Disease-Management-Programm (DMP) seiner gesetzlichen Krankenkasse teilnimmt, kann sich einer engmaschigen Betreuung mit regelmäßigen Arztterminen und Schulungen im Umgang mit der Erkrankung sicher sein.

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