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Bis der Notarzt kommt

Die Beatmung mit einem Beatmungsgerät übernimmt der Rettungsdienst. (Foto: Leonid Smirnov/Fotolia)Die Beatmung mit einem Beatmungsgerät übernimmt der Rettungsdienst. (Foto: Leonid Smirnov/Fotolia)

Bei Autounfällen ist das richtige Handeln enorm wichtig.

So schockierend der Anblick einer Unfallstelle auch sein mag, Panikreaktionen können nur schädlich sein. Die Helfer sollten auf keinen Fall kopflos reagieren, sondern koordiniert und gemeinsam handeln.

Im Straßenverkehr gilt immer: Zuerst wird der Unfallort gesichert. Am besten informieren Sie andere Verkehrsteilnehmer frühzeitig durch die Warnblinkanlage. Das Warndreieck klappen Sie noch am Unfallort auf, tragen es vor dem Körper etwa 100 bis 200 Meter vor die Unfallstelle und stellen es ab.

Betroffene aus dem Gefahrenbereich entfernen

Jetzt sollten Sie die Unfallopfer aus dem Gefahrenbereich in Sicherheit bringen. Der so genannte Rettungsgriff kommt hier zum Einsatz. Fassen Sie den Betroffenen von hinten an Nacken und Schultern an und richten ihn mit etwas Schwung auf. Die Arme stützen dabei Kopf und Nacken. Nun legen Sie einen Unterarm des Betroffenen vor seinen Bauch und greifen ihn unter den Achseln hindurch mit beiden Händen. Anschließend können Sie das Opfer vorsichtig aufrichten. Legen Sie den Betroffenen wenn möglich auf eine Decke und decken sie ihn zu.

Bei Bewusstlosigkeit: Atemkontrolle und stabile Seitenlage

Bei Bewusstlosen muss zunächst die Atmung kontrolliert werden. Ist sie nur schwach oder nicht vorhanden, informieren Sie sofort den Rettungsdienst und beginnen mit der Wiederbelebung durch Herzdruckmassage und Beatmung. Für die Herzdruckmassage muss zunächst der Brustkorb freigemacht und der Druckpunkt etwa in der Mitte des Brustkorbes gefunden werden. An dieser Stelle üben Sie etwa dreißig Mal festen Druck aus und entlasten das Brustbein dazwischen komplett. Anschließend beatmen Sie den Betroffenen zwei Mal durch Mund oder Nase. Diese Maßnahmen müssen im Wechsel durchgeführt werden, bis entweder normale Atmung einsetzt oder ein Rettungswagen eintrifft.

Nach der Atemkontrolle liegt der Bewusstlose auf dem Rücken. Damit er ungehindert atmen kann, muss er in die stabile Seitenlage gebracht werden. Entfernen Sie dazu zunächst eventuelle Fremdkörper aus dem Mund des Betroffenen und legen einen seiner Arme angewinkelt nach oben. Ziehen Sie den anderen Arm über den Brustkorb, bis sich die Hand in Wangennähe befindet. Fassen Sie das entfernte Bein oberhalb der Kniekehle und ziehen es zu sich. Der Betroffene sollte nun auf der Seite liegen. Legen Sie anschließend den Kopf des Bewusstlosen in den Nacken, drehen Sie das Gesicht nach unten und vergewissern Sie sich, dass der Mund offen steht. Mit einer Hand unter der Wange wird der Kopf in dieser Position fixiert. Anschließend kann der Betroffene zugedeckt werden und Sie können den Notarzt benachrichtigen.

Nach dem Notruf: Erste Hilfe

Wenn alle Betroffenen in Sicherheit sind und der Notruf erfolgt ist, kann die Erste Hilfe beginnen. Alle bisher beschriebenen Dinge fallen unter die „Lebensrettenden Sofortmaßnahmen“. Damit Sie Hilfe leisten können, müssen Sie zunächst die Verletzungen der Betroffenen in Erfahrung bringen. Bei ansprechbaren Unfallopfern ist das relativ einfach – man kann sie fragen, ob sie Schmerzen haben und was ihnen beim Unfall zugestoßen ist. Schwieriger ist es, wenn ein Opfer bewusstlos ist. Dann müssen Sie den Körper nach Verletzungen absuchen. Auch Berichte von Augenzeugen können helfen, Informationen über mögliche Verletzungen zu erlangen.

Unfälle können auf alle möglichen Arten und in jedem Umfeld geschehen. Es ist unmöglich, auf alle Situationen vorbereitet zu sein. Daher ist es wichtig, einen Erste-Hilfe-Kurs zu belegen und das Wissen nach Möglichkeit regelmäßig aufzufrischen. Rettungsdienste wie das Deutsche Rote Kreuz bieten bundesweit regelmäßig Erste-Hilfe-Kurse und spezielle Seminare zur Auffrischung an.

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