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Bei Wespenangriff: Ruhe bewahren!

Wespen lieben es, zu picknicken – uns Menschen gehen sie dabei ganz schön auf den Wecker. (Foto: S. Burkard/Fotolia)Wespen lieben es, zu picknicken – uns Menschen gehen sie dabei ganz schön auf den Wecker. (Foto: S. Burkard/Fotolia)

Essen im Freien lockt Insekten mit Stachel an.

Ein Sommertag mit Kaffee und Kuchen auf der Terrasse – doch an den süßen Leckereien auf dem Tisch erfreuen sich nicht nur die Menschen: Der Geruch lockt auch Bienen und Wespen an. Ein Stich dieser Insekten kann für Allergiker lebensgefährliche Folgen haben. Wenn es zu einer allergischen Reaktion (in Fachkreisen Anaphylaxie genannt) kommt, ist überwiegend die Honigbiene oder die Wespe verantwortlich. Andere Insekten wie Hornissen oder Hummeln kommen dafür eher selten infrage.

Anaphylaktische Reaktionen können sehr unterschiedlich sein: von einer kleinen Rötung oder einem Juckreiz auf der Haut über Schwindelgefühle, Störungen der Organfunktionen bis hin zum Kreislaufschock mit Organversagen.

Gläser abdecken, Flaschen verschließen

Das Statistische Bundesamt verzeichnete in den Jahren 1990 bis 2006 insgesamt 335 Todesfälle nach Kontakt mit Bienen, Wespen oder Hornissen. Die Dunkelziffer wird jedoch höher eingeschätzt, da eine Anaphylaxie oftmals nicht erkannt wird.

Soweit muss es aber nicht kommen. Mit ein paar Vorsichtsmaßnahmen können Bienen- oder Wespenstiche leicht vermieden werden – und die sind schließlich auch für Nicht-Allergiker schmerzhaft.

So sollte beim Essen und Trinken süßer Speisen im Freien immer darauf geachtet werden, die Gläser abzudecken und Flaschen und Dosen nicht unbeobachtet stehen zu lassen. Außerdem ist es ratsam, die Nähe zu Mülleimern und Tiergehegen zu meiden. Nach dem Essen sollten Mund und Hände gründlich abgewischt und wenn möglich sollte zudem auf Parfüm verzichten werden.

Keine hektischen Bewegungen

Ein weiterer Tipp: Im Freien immer darauf achten, dass die Haut weitgehend bedeckt ist und Rasenflächen nicht barfuß betreten werden – schon gar nicht auf Obstwiesen, auf denen sich teils die Wespen an vom Baum gefallenen Früchten gütlich tun.

Wenn die stachligen Insekten in der Nähe auftauchen, sollten sie nicht verscheucht werden, vor allem nicht durch hektische, schlagende Bewegungen. Diese machen die Tiere nämlich nur noch aggressiver, ebenso wie schwülheißes Wetter.

Logischerweise sollte auch der Einzugsbereich von Insektennestern gemieden werden. Befindet sich ein solches in der Nähe des eigenen Hauses, muss es fachgerecht von einem Imker oder der Feuerwehr entsorgt werden.

Wenn nötig den Stachel entfernen

Im Fall eines Wespen- oder Bienenangriffs ist es äußerst wichtig, den Kopf mit Armen oder Kleidung zu schützen und einen langsamen Rückzug zu wählen. Auch hier gilt der Ratschlag: keine schlagenden Bewegungen, keine hektische Flucht!

Sollte es zum Stich kommen, die Stelle mit der Hand bedecken und stecken gebliebene Stachel möglichst rasch entfernen. Bei allergischen Reaktionen sollte unverzüglich ein Arzt gerufen werden. Besonders den Angehörigen von Risikogruppen, wie zum Beispiel Asthmatikern, empfehlen Experten einen schnellstmöglichen Gang zum Mediziner.

Wichtig ist aber: Werden die nötigen Vorsichtsmaßnahmen getroffen, steht einem gemütlichen sommerlichen Grillabend trotz Wespenbesuchs nichts im Wege.

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