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Bei Kontaktlinsen zählt die Hygiene

Kontaktlinsenträger müssen penibel auf Sauberkeit achten, ansonsten können Keime ins Auge gelangen. (Foto: Candy Box/Fotolia)Kontaktlinsenträger müssen penibel auf Sauberkeit achten, ansonsten können Keime ins Auge gelangen. (Foto: Candy Box/Fotolia)

Materialien und Pflegetipps für die unsichtbare Brille

Sie sind unsichtbar, beschlagen nicht und hinterlassen keine Druckstelle auf der Nase: Kontaktlinsen sind eine beliebte Sehhilfe. Allerdings gibt es – anders als bei einer Brille – einige Anforderungen an Auge und Träger, damit die Bindung ein Leben lang glücklich macht.

Basis für das Tragen von Kontaktlinsen sind zunächst gesunde Augen. Deshalb raten Augenärzte vor der Anpassung zu einem Augen-Check. Wichtig ist vor allem ein intakter Tränenfilm, damit die Linsen auf dem Film schwimmen können. Wer unter trockenen Augen leidet, braucht ein besonders sauerstoffdurchlässiges Linsenmaterial. Gibt der Augenarzt das O.k., steht der Kontaktlinsenanpassung im Grunde nichts mehr im Wege.

Formstabile oder weiche Linsen?

Interessierte sollten sich bei der Wahl des Linsentyps gut vom Augenoptiker oder -arzt beraten lassen, denn es gibt verschiedene Materialien und Ausführungen. Unterschieden wird grundsätzlich zwischen weichen und harten beziehungsweise formstabilen Linsen. Erstere bestehen aus flexiblem, wasserhaltigen Kunststoff und schmiegen sich perfekt an die Augenoberfläche an. Die Eingewöhnungszeit ist sehr kurz, weil der Träger kein störendes Fremdkörpergefühl im Auge hat. Allerdings ist es bei weichen Linsen besonders wichtig, die vom Hersteller vorgeschriebene Höchsttragedauer nicht zu überschreiten. Zum einen, weil ihre Leistungsfähigkeit mit der Zeit abnimmt, zum anderen, weil die Augen sich sonst entzünden können.

Formstabile Linsen sind kleiner als weiche und können individuell sehr präzise auf das Auge zugeschnitten werden. Der Nachteil: In der Regel brauchen die Träger ein bis zwei Wochen, bis sie sich an den Neuling im Auge gewöhnt haben. Augenärzte und -optiker geben jedoch an, dass formstabile Linsen für Langzeitträger die bessere Wahl sind, denn sie lassen mehr Sauerstoff hindurch. Das ist wichtig, da die Hornhaut selbst nicht durchblutet ist und sich den notwendigen Sauerstoff nur über den Tränenfilm holen kann. Hemmen Kontaktlinsen diese Zufuhr, hilft sich der Körper selbst. Dann sprießen kleine Äderchen in die Hornhaut ein und führen mit dem Blut Sauerstoff heran. Die Folge: rote Augen und womöglich eine Entzündung.

Viren und Keime vom Auge fernhalten

Bei beiden Linsenvarianten sollte penibel auf Hygiene geachtet werden. In der Praxis bedeutet das zum Beispiel:

  • Vor dem Reinigen, Einsetzen und Herausnehmen immer die Hände waschen.
  • Das Pflegemittel entsprechend der Anleitung immer nur für den vorgesehenen Linsentyp benutzen und die Linse mit den Fingern sanft abreiben. So lassen sich hartnäckige Ablagerungen und Proteine entfernen.
  • Auch den Aufbewahrungsbehälter regelmäßig reinigen und austauschen.
  • Farbige Spaß-Kontaktlinsen nicht auf einer Party mit anderen tauschen – so können Keime ins Auge geraten und Infektionen entstehen.

Ein- bis zweimal im Jahr sollten Kontaktlinsenträger Augen und Linsen beim Augenarzt oder Optiker überprüfen lassen. Außerdem ist es wichtig, für Notfälle trotzdem eine Brille griffbereit zu haben. Der Grund: Zum Beispiel bei einer Erkältung sind Kontaktlinsen tabu, denn trotz aller Hygiene besteht die Gefahr, dass Viren ins Auge geraten.

 

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