Adieu Fußpilz!
Fußpilz überträgt sich gerne in öffentlichen Bädern und Duschen. Badelatschen schützen davor. (Foto: R. Föger/Fotolia) Hygiene und Salben bekämpfen das juckende Übel.
Noch vor etwa hundert Jahren war Fußpilz ein kaum oder gar nicht vorhandenes Phänomen. Doch im Zuge der Industrialisierung begann die Pilz-Erfolgsgeschichte: Inzwischen leidet rund ein Drittel der erwachsenen Bevölkerung (Männer öfter als Frauen) an Fußmykosen, wie der ungeliebte juckende Pilz im Fachjargon heißt. Je früher er behandelt wird, desto besser der Effekt. Der Grundstein einer Fußpilzerkrankung wird häufig schon in frühester Kindheit gelegt. Grund dafür kann das Tragen von falschen Strümpfen und Schuhen sein. Weil der Pilz es feucht und warm liebt, gehören Schweißfüße zu seinen liebsten Tummelplätzen. Deshalb sollte man beim Schuh- und Strumpfmaterial die atmungsaktiven Varianten wählen – zum Beispiel Leder, Baumwolle oder Mikrofaser. Aber auch in öffentlichen Duschen und Schwimmbädern überträgt sich der Pilz gerne von Fuß zu Fuß, Badeschlappen können hier vor einer Infektion schützen.
Heimlicher Siedler
Mit zunehmendem Alter wächst der Kreis jener, die sich infizieren. Grund ist eine im Alter oft herabgesetzte Immunabwehr. Ferner sind Menschen mit Diabetes besonders häufig von chronischem Fußpilz betroffen, weil sie die Ausbreitung zu spät bemerken. Das Tückische: Der Pilz entwickelt sich schleichend und anfangs heimlich. In der Regel siedelt er sich zunächst in den Zehenzwischenräumen an und macht sich später durch Juckreiz, gerötete oder weiß aufgequollene Hautstellen bemerkbar. Dann ist es höchste Zeit für eine Therapie – und zwar über einen Zeitraum von mehreren Wochen. So stehen die Chancen gut, dass der Pilz vollständig ausheilt und sich nicht erst auf den Nagel ausdehnt, wo man ihn schwerer wieder loswird.
Die Füße trocken halten
Trotzdem neigen viele Betroffene zu immer wiederkehrendem Pilz, vermutlich gibt es eine genetische Veranlagung dazu. Hier kann die dauerhafte Anwendung spezieller Anti-Pilzcremes oder -salben (Antimykotika) sinnvoll sein, die es auch rezeptfrei in der Apotheke gibt. Empfehlenswert ist zudem die Begutachtung durch einen Hautarzt oder Podologen beziehungsweise medizinischen Fußpfleger. Bei der Pflege zuhause ist es wichtig, nach jedem Wasserkontakt die Füße und besonders Zehen und -zwischenräume gründlich abzutrocknen. Danach die antimykotische Creme oder Tinktur auf Haut und Nägel auftragen, gut einziehen lassen und entsprechende luftdurchlässige Socken und Schuhe tragen. Übrigens lebt der Fußpilz auch in Textilien weiter und kann sich so auf andere übertragen. Die Socken der Betroffenen sollten deshalb immer bei 60 Grad gewaschen werden, damit die Pilze (Dermatophyten) absterben!

